Spanienreise der Klassen 11 in den Pfingstferien 2005
16 Schüler der Klasse 11 und 2 Lehrer des Zabergäu-Gymnasiums Brackenheim verbrachten im Mai 5 Tage in Katalonien. Durch diese freiwillige, selbst organisierte Klassenfahrt wollten sie die Sprache und die Kultur Kataloniens kennen lernen, sich aber auch erholen.
Tipps und Verhaltensregeln für eine erfolgreiche Klassenfahrt
von Giovanni Malfará
(1) Während Besichtigungen jeglicher Art (Museen, etc.) immer bei der Gruppe
(2) Bei Klassenfahrten in Länder wie Spanien, Frankreich oder Italien ist es wichtig in U-Bahnen oder Metros immer Sitzplätze in nächster Nähe zu seiner Klasse zu suchen, damit dann die komplette Klasse an der gleichen Station aussteigt.
(3) Wenn man während der Ausflüge einmal Zeit bekommt um shoppen zu gehen, dann ist es in Städten wie Barcelona, Rom oder Paris wichtig auf seine Wertgegenstände zu achten, besonders auf seinen Geldbeutel , wenn man ihn in seiner hinteren Hosentasche trägt. Ein kleiner Tipp: Alle Wertsachen in seinen Rucksack legen und Rucksack vorne tragen. (Sieht zwar blöd aus, ist aber hilfreich, was einem – leider – spätestens dann klar wird, wenn einem etwas fehlt.)
(4) Wenn man in einer ausländischen Stadt einen einheimischen Bewohner nach der Uhrzeit oder nach dem Weg fragen will, dann sollte man sich immer bemühen höflich zu fragen, vorausgesetzt man beherrscht die Sprache. Es ist nicht schlimm, wenn man etwas Zeit braucht, um die richtigen Worte zu finden, denn generell sind die einheimischen Bewohner freundlich und verständnisvoll gegenüber Touristen, besonders wenn sie merken, dass man das, was man auf Deutsch sagen will, nicht übersetzen kann, weil einem die Worte fehlen.
(5) Eine der wichtigsten Regeln ist die Anpassung an die Kultur und die Mentalität des fremden Landes. Denn es ist nicht sehr angenehm, weder für einen selbst noch für die Bewohner des fremden Landes, wenn man seine eigene Kultur durchsetzen will (ein Beispiel: die deutschen Touristen in Mallorca). D. h. wenn man das Essen des Landes, in das man reist, überhaupt nicht mag und nur, in unserem Fall, „Schnitzel mit Pommes“ auf den Tisch haben möchte. Das ist sehr unhöflich gegenüber den Restaurantbesitzern.
Interview Barcelona
Nach 6 Tagen Barcelona berichten nun 3 Schülerinnen des ZGB über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke.
Was hat euch besonders begeistert?
Alle: Das Dalímuseum in Figueres an der französischen Grenze. Die Anfahrt war zwar lang, aber die verschiedenen Ausstellungsstücke (Schmuck, Skulpturen, besondere optische Effekte, Gemälde) in dem Haus, das speziell für die Ausstellung konzipiert wurde, waren sehr interessant und schön zu betrachten.
Was gab es zu kritisieren?
Céline: Dass wir immer so lange Zugfahrten nach Barcelona hatten, war nicht so gut. Ein Hotel direkt in der Stadt wäre besser gewesen.
Welche Schwierigkeiten gibt es, wenn man als Gruppe weggeht? Ist man da nicht eingeschränkt? Kann man den Urlaub so gestalten, dass man allen Ansprüchen gerecht wird?
Céline: Man muss oft Kompromisse finden, wenn es um das Programm geht. Man ist auch auf andere angewiesen und kann nicht immer machen, was man will. Maria: Das stimmt. Jedoch fand ich es gut, dass wir am vorletzten Tag freie Wahl hatten, was wir machen wollten. Abends hatten wir die Freiheit selbst zu entscheiden, wohin und wie lange wir ausgehen wollten. Larissa: Man ist auch länger unterwegs. Bis alle mit dem Programm zufrieden waren, hat es lange gedauert, freie Zeiten müssen auf jeden Fall dabei sein.
Welche (organisatorischen & zwischenmenschlichen) Probleme sind aufgetreten?
Alle: Keine. Es war alles gut organisiert, Streitereien hat es keine gegeben.
Was hätte man besser machen können?
Maria: Mehr Abendprogramm mit der ganzen Klasse wäre toll gewesen, aber im Großen und Ganzen würde ich es sofort wieder so machen. Larissa: Ja das finde ich auch.
Wie war die Aufteilung von gemeinsamem Programm und Freizeit?
Céline: Es war gut aufgeteilt. Tagsüber kulturelles Programm und abends Freizeit. Larissa: Wir hatten auch einen freien Tag zur eigenen Gestaltung, das war wichtig. Entstand nur eine große oder doch viele kleine Grüppchen? War die Reise förderlich für die Klassengemeinschaft? Maria: Meiner Meinung nach war die Reise gut für die Klassengemeinschaft. Abends hat man sich mit den anderen auf den Zimmern getroffen oder ist zusammen weggegangen.
Larissa: Wir haben auch am ersten Abend den Geburtstag einer Klassenkameradin gefeiert, den unsere Lehrer vorbereitet haben.
Céline: Ich denke, dass es die Klassengemeinschaft eher nicht gefördert hat, da sich während der Ausflüge viele kleine Grüppchen gebildet haben.
Wie ist es, mit Lehrern wegzugehen? Ist man nicht froh, sie in den Ferien mal nicht zu sehen? Wie war das Verhältnis und der Umgang mit ihnen?
Larissa: Zunächst muss gesagt werden, dass wir uns sehr gefreut haben, dass Herr Keller und Frau Zimmermann ihre Ferien geopfert haben, um mit uns wegzugehen, zumal das keine offizielle Klassenfahrt war und Herr Keller uns auch gar nicht mehr unterrichtet. Maria: Die Lehrer waren in den Ferien ganz anders als in der Schule, haben uns viele Freiheiten gelassen und auch viele Späße mitgemacht. Herr Keller hat zum Beispiel oft Billard mit uns gespielt. Céline: Ich war zufrieden. So bekommt man einen viel besseren Eindruck von den Lehrern und lernt sie von ihrer menschlichen Seite kennen. Eignet sich Barcelona eurer Meinung nach als Urlaubsziel oder als Ziel von Klassenfahrten?
Maria & Céline: Ja, auf jeden Fall. Aber man benötigt viel mehr Zeit, um sich die Stadt anzusehen und alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
Larissa: Barcelona hat kulturell viel zu bieten, es ist für jeden etwas Passendes dabei. Die Organisation ist jedoch aufwändiger und durch den Flug und das Hotel wird es schnell teuer.
Larissa Mayer
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