40-jähriges Dienstjubiläum am Zabergäu-Gymnasium

Während er selbst in den berühmten Pausenkonventen gern seine Kollegen zu diversen Anlässen beglückwünscht und lobt, begnügt er sich, was die eigene Person in solchen Fällen betrifft, „schwäbisch-bescheiden“ mit weniger Rampenlicht. Und so wäre sein eigenes Jubiläum fast – aber Gott sei Dank nur fast – unbemerkt über die Bühne gegangen. Oberstudiendirektor Wolfgang Frey, seit 25 Jahren am Brackenheimer Zabergäu-Gymnasium tätig, zuerst als stellvertretender Schulleiter, seit 1993 als Schulleiter, beging Anfang Mai sein 40-jähriges Dienstjubiläum.
Nach einem Vierteljahrhundert in Brackenheim kann man ohne Übertreibung von der „Ära Frey“ sprechen, und er hat als „Chef“ (wie der Schulleiter am ZGB kurz und traditionell genannt wird) oder aber als „primus inter pares“, was besser zu seinem Rollenverständnis passt, die Schule maßgeblich mitgestaltet und mitgeprägt.
Mitgestaltet: Während seiner Tätigkeit hat er arbeitsintensive Jahre mit dem Um- und Ausbau der Schule verbracht – sowohl während der Schulzeit als auch in der „unterrichtsfreien Zeit“, den Ferien – und sie zum optischen Blickfang im Hirnerweg gemacht. Dazu kommen die permanenten inneren Veränderungen des Schulbetriebs, von Stuttgart eingefordert, vor Ort in unzähligen Gremien umgesetzt, oft unter seiner Leitung.
Mitgeprägt: Auch wenn er vielleicht kein unbedingter Verfechter des „Tags der offenen Tür“ ist, so ist er auf jeden Fall ein „Chef der offenen Tür“, jederzeit bereit, Schüler, Kollegen und Eltern zum Gespräch zu empfangen, jederzeit in Kontakt mit dem Schulleben außerhalb der vier Wände seines Rektorats. Sein freundlicher, persönlicher, mitfühlender Umgangston und seine offene Tür machen es allen leicht, mit großen und kleinen Sorgen, aber auch mit Erfreulichem „mal schnell“ bei ihm vorbeizuschauen. Und auch wenn draußen Situationen eskalieren, so schafft  er es durch seine ausgeglichene und ausgleichende Art, die Ruhe zu bewahren, Konflikte nach Möglichkeit zu vermeiden, Probleme nicht aufzubauschen, sie, falls es geht, gar nicht erst entstehen zu lassen und so für ein äußerst angenehmes, entspanntes Klima zu sorgen. Er ist stets informiert über alles, was in der Schule läuft – mit einem feinen Gespür für alle menschlichen Belange und Zwischentöne.
Keine Aufgabe ist ihm je zu viel, im Gegenteil. Er bürdet sich selbst ein enormes Arbeitspensum auf, verlässt in der Regel am frühen Abend als Letzter die Schule und verbringt in „Stoßzeiten“ auch schon einmal das Wochenende dort, um unbehelligt vom „täglichen Wahnsinn“ Arbeiten erledigen zu können. Und das neben Familie, seiner Aufgabe  als Gemeinderat etc.
Und nicht zuletzt dank seines menschlichen Führungsstils möchten viele Referendare nach ihrer Ausbildung das ZGB gar nicht mehr verlassen!
40-jähriges Dienstjubiläum: Da schwingt natürlich auch etwas Beunruhigendes mit. Das Ende seiner Schullaufbahn ist in „bedrohliche“ Nähe gerückt. Und obwohl wir alle Herrn Frey nach einem ausgefüllten Arbeitsleben noch viele glückliche selbstbestimmte Jahre gönnen, gibt man nicht gerne einen „Chef“ her, der sich über die Jahrzehnte so wie er bewährt hat, der seine Arbeit gern macht, die Zügel kaum spürbar in der Hand hält, eben ein Chef ist, wie man ihn sich wünscht.
Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bedanken,  ihm von Herzen zu seinem Jubiläum gratulieren und uns darüber freuen, dass er uns noch eine Zeitlang begleitet.