Pensionierungen im Jahr 2011
Die Verjüngung des Kollegiums am Zabergäu-Gymnasium schreitet voran. Das heißt: Schulleiter Wolfgang Frey durfte in der Gesamtlehrerkonferenz am letzten Freitag vor den Sommerferien, die sich seit einigen Jahren zu einer ganz besonders stimmungsvollen, aber auch sehr unterhaltsamen Konferenz entwickelt hat, vier Kollegen in die Pension verabschieden. Kollegen, mit denen manche seit Jahrzehnten zusammengearbeitet hatten, ein Abschied, dessen Tragweite wohl erst im neuen Schuljahr merklich spürbar sein wird.
Friedrich Bechter, Peter Bomba, Mathilde Schneiders, Rosemarie Schumacher – vier Lehrerpersönlichkeiten, die die Schule seit Jahren mitgestaltet und geprägt haben und deren Wirken nicht nur Wolfgang Frey, sondern auch Martina Reese in ihrer Funktion als Elternbeiratsvorsitzende Anerkennung zollte.
Rosemarie Schumacher bereicherte das Lehrerkollegium seit 2002. Die gebürtige Siebenbürgerin konnte ihr Studium der russischen Sprache bei uns nicht anwenden, engagierte sich aber umso mehr für ihr zweites Fach Französisch. Temperamentvoll, mit viel Humor, aber auch sehr gewissenhaft betreute sie neben ihrem Unterricht Referendare und organisierte und begleitete den Schüleraustausch mit Charnay.
Peter Bomba (aus Krankheitsgründen leider abwesend), seit 1999 in Brackenheim, verdanken die Schüler in Deutsch und Erdkunde viele experimentierfreudige Stunden, und viele Eltern werden sich gern an die Elternabende erinnern, die mit dem feinsinnigen Beobachter fast zu humoristischen Kabarettstückchen wurden.
Ein Jahr zuvor, 1998, kam Friedrich Bechter ins Zabergäu, wo er frischen Wind in den Chemie- und Mathematikunterricht brachte. Zielstrebig, geradlinig, fordernd und fördernd, Unterricht stets auf hohem Niveau – so wird er seinen Schülern im Gedächtnis bleiben. Erinnern werden sie sich auch an die Exkursionen z.B. zur BASF in Ludwigshafen, an Besuche bei der Brackenheimer WG. Er vermittelte stets auch „angewandte Chemie“, und immer wieder fand er Sponsoren für seine Fahrten und die Ausstattung der Chemiesäle.
Das Zabergäu-Gymnasium ohne Mathilde Schneiders! Man kann und man mag es sich vor allem kaum vorstellen. Mit Ausnahme weniger Jahre – nach der Geburt ihrer beiden Töchter - belebte sie seit 1974 die Schule wie kaum eine andere! Und in all den Jahren hat sie nichts an ihrer Liebe zum Beruf, ihrem Elan, ihrer Lust, immer wieder Neues auszuprobieren, eingebüßt, und trug mit ihrer offenen Art –und gelegentlichen originellen Sprüchen – zum guten Klima im Brackenheimer Kollegium bei. In ihrer langen Tätigkeit gab es kaum ein Amt, das sie nicht ausübte, und unermüdlich lud sie Politiker in ihren Gemeinschaftskundeunterricht ein, organisierte zahllose Exkursionen und war mit ihren Klassen Stammgast bei öffentlichen Verhandlungen im Brackenheimer Amtsgericht.
Wie es seit Jahren Brauch ist, wurden die scheidenden Kollegen am Ende der Konferenz auch von ihren Fachschaften verabschiedet – in Liedern, Reimen, Quizshow… und so manches Tränchen der Rührung wurde von Lachtränen abgelöst, bevor es zum „Abschiedsbuffet“ ging.
Allen Kollegen wünschen wir von Herzen noch viele Jahre, in denen sie mit demselben Schwung, derselben Freude Dingen nachgehen können, die bisher zu kurz kamen, und vielleicht entdeckt der eine oder andere noch ganz neue Interessen, mit denen er/sie die kommenden „arbeitslosen“ Jahre nicht nur ausfüllt, sondern in ihnen eine neue Erfüllung findet.
