Verabschiedungen zum Schuljahrsende 2007/08

 

Rund eineinhalb Jahrhunderte Dienst an der Schule und am Schüler durfte Schulleiter Wolfgang Frey am letzten Freitag in einer äußerst außerordentlichen Gesamtlehrerkonferenz in den Ruhestand bzw. in die Beurlaubung bis zur Pensionierung verabschieden. Anlass, die herausragenden Verdienste der zu verabschiedenden Kollegen zu würdigen, an einige denkwürdige Ereignisse zu erinnern und festzustellen, wie sich das Schulleben während der Dienstzeit der Kollegen zum Teil grundlegend verändert hat.
Anlass auch für die „Fast-schon-Pensionäre", die letzten Jahrzehnte in einem Rückblick zusammenzufassen und am Ende sagen zu können: So, wie es war, war es gut, vor allem in Hinblick auf die harmonische Zusammenarbeit mit Kollegen und Schulleitung.
Mit Agnes Durst, Helga Spahlinger, Ingo Ickes, Henning Siegel und Reinhard Wennrich gehen Persönlichkeiten, die über Jahrzehnte das Bild der Schule entscheidend geprägt haben und ohne die die nächsten Jahre für die älteren Kollegen sicher deutlich verändert verlaufen werden. Helga Spahlinger: Jahrelang war sie die einzige Fachfrau in Latein, das sie mit großer Hingabe und einem gewissen französischen Flair - oder gallischem Esprit - erfolgreich unterrichtete. Agnes Durst: Viele Jahre arbeitete sie in der Schulverwaltung mit und machte sich vor allem um das soziale Profil der Schule verdient. Ingo Ickes: der frankophile Bonvivant und exzellente Skifahrer, der in vielen Schullandheimaufenthalten Generationen von Schülern das Skifahren beibrachte. Henning Siegel: Organisator der Schulbücher und schulinterner „Seelsorger", der Kollege für alle Härtefälle des Lebens - und auch für alle fröhlichen Feiern. Reinhard Wennrich: Ohne ihn wären die wenigsten Elektrogeräte kaum stets einsatzbereit, viele Videos nicht aufgenommen und die Schachnovizen ohne Anleitung gewesen.
Um den Abschiedsschmerz zu lindern, übernahmen die einzelnen Fachschaften den inoffiziellen Teil der Veranstaltung mit kabarettreifen Auftritten, bei denen kaum ein Auge trocken blieb - vor Lachen! Liebevoll wurden die Kollegen - zum Teil hochliterarisch - auf die Schippe genommen, denn vor die Pensionierung hat der liebe Gott natürlich noch einige „Hürden" gesetzt. Die mit so vielen freundlichen Worten und Geschenken Bedachten revanchierten sich im Anschluss mit einer Einladung zu einem ausgedehnten Umtrunk im blumengeschmückten Projektraum der Schule.
Wie man weiß, bleiben die Kollegen am ZGB zwar immer jung, aber dennoch: Der Generationenwechsel hat begonnen und wird in den nächsten Jahren weitergehen. Wünschen wir den Pensionären viele glückliche, gesunde Jahre, um all die Dinge zu tun, für die während der Arbeit keine Zeit war. Wünschen wir den verbleibenden und neuen Kollegen, dass der freundschaftliche und familiäre Geist, der seit Jahrzehnten die Schule von vielen anderen unterscheidet, erhalten bleibt.(el)