Abi-Ball 2010
Abitur 2010? Kein Problem! Hakuna matabi!
Tierisch starker Abschied mit dem König der Löwen
Foto: Martin Naujocks
Es passt alles bestens zusammen: nahezu afrikanische Sommerhitze, das Brackenheimer Bürgerzentrum voller bestens gelaunter Menschen, unter ihnen 94 strahlende Königinnen und Könige (siehe Abi-Zeitung), deren Abi-Motto beweist, dass sie etwas sehr Wichtiges fürs Leben gelernt haben: „Nimm’s leicht! Keine Probleme! Hakuna matabi!“
Hakuna matabi? Eigentlich „Hakuna matata“, der Titel eines Lieds aus dem „König der Löwen“, eine Wortspielerei, die die Haltung des Abijahrgangs 2010 trifft: „Abitur? Kein Problem!“
Schulleiter Wolfgang Frey – und nicht nur er – hatte lange Zeit dagegen seine Probleme mit dieser südlich anmutenden Leichtigkeit, muss aber bei der Verleihung der Preise und Belobigungen die respektablen Leistungen anerkennen: ein Durchschnitt von 2,4, zweimal ein Prädikatsabitur mit 1,0 und eine stolze Reihe Schnitte zwischen 1,1 und 2,2! Hakuna matata!
Bürgermeister Rolf Kieser spricht gar von einem ganz besonderen „Prädikatswein“ aus der Steillage, während die Elternbeiratsvorsitzende Martina Reese sowie der Vorsitzende des Fördervereins, Dr.Kay Weidenmann, in ihren Reden wieder nach Afrika zurückkehren. Die sympathischen „Underdogs“ Timon und Pumbaa sowie die momentane Fußball-WM bieten reichlich Stoff zum Nachdenken, wie es nun am erfolgreichsten weitergehen kann.
Dann endlich: Vorhang auf und hinein in ein absolut abwechslungsreiches, anspruchsvolles, unterhaltsames Programm, charmant moderiert von Rebecca Fuder und Armin Gärttner.
Musik, Tanz, Sketche – die Abiturienten haben mit viel Einfallsreichtum, Arbeit und Proben – und wohl mit einer ganzen Portion „Liebe“ – ihren letzten großen Abend als Gerade-noch-Schüler gestaltet.
Ganz oben auf der Skala der Publikumslieblinge dürfte sicher der „Währungstanz“ des Gemeinschaftskundekurses sein: Zusammen mit Lehrer Raphaël Solian gelingt dem Grüppchen zu „Alexis Sorbas“ ein fröhlicher Sirtaki, begossen mit Ouzo – mag Griechenland auch bankrott gehen. Hakuna matata!
Viel Mühe, Witz, Begeisterung und Anerkennung steckt im Filmchen des Sportkurses von Alexandra Feyel, dem „Feyelchen Journal“. Ebenfalls sportlich, wenn auch mit MTV-Flair statt „Olympia“, geht es bei der Video-Clip-Dancing-Gruppe von Elena Sigloch zu: futuristische Kleidung, mitreißender Sound, einfach tolle Tänzerinnen!
Lehrer werden in Sketchen auf den Arm genommen, der Musikkurs tritt ein letztes Mal zusammen mit seinen Lehrern Siegfried Liebl und Daniel Strasser auf, Afrika-Feeling und Lebenslust bei einer Tanzeinlage……. Der Abschied könnte jedoch kaum sentimentaler sein: „Can you feel the love tonight“ aus 94 Abiturientenkehlen sowie Soloeinlagen von Lisa Jaszkowski und Kerstin Petzold.
Der bisher größte Abiturjahrgang verlässt das heimische Zabergäu, um in der afrikanischen Wildnis sein Glück zu suchen, oder in Indien, oder in New York, oder in Neuseeland oder….Und vielleicht trifft ja das von Martina Reese zitierte afrikanische Sprichwort auf ihn zu: „Manchmal gibt es Generationen, die Großes schaffen können.“
Wir wünschen es allen Abiturienten von Herzen, doch warten wir’s ab.
Hakuna matata! (el)