Umwelt-AG des ZGB baut Nisthilfen für Wildbienen
„Bienen bringen uns den Honig.“ - Das stimmt, aber außer den hier lebenden Honigbienen des Imkers gibt es in Deutschland rund 500 weitere Bienenarten, die in unsere Landschaft gehören. Wildbienen haben im Naturhaushalt sehr wichtige Funktionen: Sie sind u.a. Bestäuber vieler Pflanzen und deshalb unverzichtbar. Jedoch verlieren Wildbienen immer mehr an Lebensraum und verschwinden immer weiter. Um diesem Prozess entgegenzuwirken und das Nistangebot zu verbessern, hat die Umwelt-AG des Zabergäu-Gymnasiums Nisthilfen gebaut, die den kleinen Helfern ein neues Zuhause bieten können.
Die Umwelt-AG des Zabergäu-Gymnasiums Brackenheim besteht aus 17 Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse, die seit Beginn des Schuljahres 2010/11 gemeinsam mit Frau Steeb an verschiedenen Projekten arbeiten. Das erste große Projekt war der Bau von Futterhäuschen, die die Umwelt-AG gemeinsam mit der Holz-AG zur Unterstützung der Fütterung der heimischen Singvögel baute. Voller Tatendrang stürzten sich die Umwelt-AGler danach in den Bau der Bienenhotels. Die Arbeit begann damit, in beliebig große Hartholzblöcke Gänge zu bohren. Markhaltige Pflanzenstängel wurden ausgehöhlt, in die richtige Länge geschnitten, Stängelpakete geschnürt. Die Innenausstattung der Bienenhotels wurde ergänzt durch tausende Binsen, die uns Opa Coerver geschnitten und zur Verfügung gestellt hat. Aber ein Bienenhotel braucht nicht nur sein „Mobiliar“, sondern auch einen Korpus. Dazu konnten Weinkisten aus Holz genutzt werden, die der Umwelt-AG von der Weinkellerei Rolf Willy in Nordheim unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. An dieser Stelle möchten wir uns bei Ann-Kathrins Opa Erich Coerver und der Weinkellerei Rolf Willy nochmals ganz herzlich für ihre Unterstützung bedanken. Nach Überstunden in den Osterferien sind die Bienenhotels jetzt bezugsfertig. Sie stehen in den Gärten Brackenheims und Umgebung und werden bereits rege genutzt.
Schule und Umwelt – das macht Spaß, macht neugierig und weckt ein Bewusstsein für die Natur, in der wir leben. Die Schule kann dabei ein Raum für Umweltaktivität sein, in dem sich einiges bewegen und verändern lässt. Und das nächste Projekt der Umwelt-AG „Regenwasser statt Trinkwasser“ ist schon in Planung. Man kann gespannt sein!
Eva Steeb

