Spanische Schüler zu Gast am Zabergäu-Gymnasium

    

 

Nachdem im März eine Gruppe von Brackenheimer Schülern im Rahmen des neuen Austauschs des Zabergäu-Gymnasiums in Spanien war, waren vom 24. September bis 01. Oktober 25 Schüler des Instituto Conde Lucanor in Peñafiel bei Schülern der Klassen 11 und 12 zum ersten Mal zu Besuch. Während einer Woche lebten sie in den Familien ihrer Austauschschüler, begleiteten diese in die Schule und lernten so den Schulalltag in Deutschland kennen. Doch neben dem Schulbesuch standen natürlich auch viele andere Aktivitäten auf dem Programm, zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug nach Stuttgart zusammen mit den deutschen Schülern, eine Ausfahrt nach Heidelberg oder Führungen durch Brackenheim sowie in der Winzergenossenschaft. Zudem wurde die Gruppe von Bürgermeister Kieser, der auf die Bedeutung von Austauschprogrammen für Schule und Region hinwies, begrüßt. Darüber hinaus legten sich die Gastgeber mächtig ins Zeug, den spanischen Gästen etwas zu bieten. So organisierten die deutschen Schüler zusammen mit ihren Eltern einen Besuch in Tripsdrill sowie interessante Ausflüge am Wochenende, zum Beispiel an den Bodensee, in den Schwarzwald oder auf den Cannstatter Wasen. Die Spanier erfuhren so einiges über Land und Leute und erlebten Traditionen, die sie bisher nur vom Erzählen oder aus Büchern kannten.

Am Anfang waren viele noch nervös, doch bald schon herrschte eine lockere Atmosphäre in der Gruppe, sodass das Heimweh schnell vergessen war. Auch klappte es mit der Zeit immer besser mit der Verständigung, die ja hauptsächlich auf Spanisch erfolgte, da die spanischen Schüler kein Deutsch als Fremdsprache lernen. In der Woche wurden zahlreiche Freundschaften geschlossen bzw. vertieft. Bei einem so vollen Programm verging die Zeit schnell – zu schnell, wie viele der Schüler meinten. Das Abschlussessen am letzten Abend in der Mensa, das hauptsächlich von den Gasteltern organisiert wurde, bot eine gute Gelegenheit, sich über Erfahrungen dieser abwechslungsreichen Woche sowie kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszutauschen. Der Abschied fiel den meisten schwer: „Das wird sicher seltsam, wenn die Spanier wieder weg sind“, meinte eine Schülerin. Und so wurden am Abfahrtstag nicht wenige Tränen vergossen, als die Gruppe mit den beiden Begleitlehrerinnen Frau Rodrigo Mateos und Frau Gonzales in den Bus Richtung Frankfurter Flughafen stieg. Einige Schüler hoffen schon, beim nächsten Austausch wieder dabei sein zu können.

 

Rafael Schäfer