Exkursion zur BASF
Am Mittwoch, den 22.9.2010 fuhren wir - der Profilkurs Chemie Klasse 13 - mit dem Bus nach Ludwigshafen zur Betriebsbesichtigung der BASF. Nachdem wir im Unterricht schon viel über Reaktionen und deren Durchführung im Labormaßstab gelernt hatten, wollten wir nun deren Durchführung im großtechnischen Maßstab ein wenig kennen lernen. Pünktlich um 740 ging es los.
1865 wurde die Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG (BASF) von Friedrich Engelhorn zur Produktion von Teerfarbstoffen und Vorprodukten gegründet. Das am Rhein gelegene Werk in Ludwigshafen ist heute mit rund 31 000 Mitarbeitern der weltweit größte Produktionsstandort der BASF. Weltweit sind etwa 81 000 Mitarbeiter in 170 Ländern bei der BASF beschäftigt. Gleichzeitig ist das zehn Quadratkilometer große Werkgelände Sitz der Unternehmensleitung und Zentrum der Forschung.
Dieses weltweit größte zusammenhängende Chemieareal in Ludwigshafen ist die Wiege der Verbundstrategie. Alle der über 160 Produktionsbetriebe sind vielfältig miteinander verknüpft, über 2 000 Kilometer oberirdische Rohrleitungen sorgen für kurze Wege beim Transport von Produkten und von Energie in Form von Heizgas und Dampf.
Im multimedialen Besucherzentrum und der anschließenden Werkrundfahrt erfuhren wir eine Fülle von Details, staunten über so typische Straßennamen wie z.B. Ammoniakstraße und waren beeindruckt von der Vielzahl von Rohrleitungen, Straßen, Gleisen und Reaktoren. So gigantisch hatten wir uns das nicht vorgestellt. Besichtigungen der Styrodur-Fabrik, der Rückstandsverbrennungsanlage und des Steam-Crackers vertieften den Transfer unseres Laborwissens auf die großtechnische Umsetzung.
Bevor wir unsere Heimreise antraten, waren wir noch als Gäste der BASF zu einem leckeren Mittagessen eingeladen. Unser Dank gilt daher diesem Chemiekonzern ebenso wie der Kreissparkasse Brackenheim und der Volksbank Brackenheim, die jeweils mit einem finanziellen Zuschuss diese Exkursion ermöglichten.
