Exkursion zur BASF
Am Freitag, den 28.10.11, waren wir, der Chemieneigungskurs, gemeinsam mit Herrn Langer zur Besichtigung des Hauptsitzes der „BASF Aktiengesellschaft“ (Badische Anilin- und Sodafabrik) in Ludwigshafen.
Nach einer Busfahrt von einer guten Stunde kamen wir pünktlich um 9:30 Uhr am Besuchereingang an, wo uns unsere Führerin Frau Reuschenbach erwartete. Auf die Begrüßung folgte eine kurze Einführung, bevor wir die auf fünf Etagen verteilte Ausstellung anschauen durften.
Auf diese Art und Weise wurden uns die verschiedenen Geschäftsbereiche der BASF nahe gebracht. Diese stellt nämlich nicht nur Chemikalien her, was die meisten mit dieser Firma in Verbindung bringen, sondern auch verschiedene Kunststoffe, „Performance Products“, z.B. Kosmetik und Pharmaka, Substanzen, die in der Landwirtschaft gebraucht werden, sowie Betonzusatzstoffe oder Mittel zur Papierherstellung, welche unter dem Begriff „Functional Solutions“ zusammengefasst werden. Außerdem beschäftigt sich die BASF mit der Exploration und dem Handel von Erdöl bzw. Erdgas.
Auf einem der nachfolgenden Stockwerke erfuhren wir einiges über die Geschichte der BASF, die schon 1865 von Friedrich Engelhorn gegründet wurde und seitdem eine erfolgreiche Laufbahn hinter sich hat.
Begonnen hat Engelhorns Fabrik mit der Herstellung von diversen Farbstoffen aus Steinkohleteer. Seine Vision bestand darin, alle Farbstoffe, samt Vor- und Zwischenprodukten, sowie sämtliche Roh- und Hilfsstoffe, die zur Produktion benötigt wurden selbst herzustellen. Er ist mit der Zeit weit über sein Ziel hinaus geschossen.
Später begann die BASF mit der Herstellung von Chemikalien. Sie sind vor allem für die Herstellung von Schwefelsäure und Ammoniak berühmt. In Folge dessen nannte man sie schon zur Weltausstellung 1900 in Paris die größte Chemiefabrik der Welt. Durch ständige Expansion ins Ausland ist sie mittlerweile weltweit in über 80 Ländern mit ca. 385 Produktionsstandorten vertreten und wird seit 1959 an der Börse gehandelt.
Nachdem wir all diese Informationen auf spielerischem Weg herausgefunden hatten, bekamen wir alle, aus Sicherheitsgründen, eine Schutzbrille, einen gelben Helm und einen Blaumann, um das Outfit zu komplettieren. Das sind alles Vorsichtsmaßnahmen, die ergriffen werden müssen, damit man anschließend den Ammoniaksynthese-Reaktor aus der Nähe betrachten kann. Auf dem Weg dorthin fiel uns auf, dass das BASF-Gelände eine eigene kleine Stadt von 10km2 ist. Sogar die Straßen sind beschriftet. Allerdings findet man dort eher eine Anilinfabrik- oder Benzolstraße anstatt einer Schillerstraße.
Zum Abschluss lud uns die BASF in die firmeneigene Kantine zum Essen ein. Das große Angebot dort überforderte uns alle etwas, obwohl wir laut Frau Reuschenbach nicht die erste Klasse waren, der es so erging. Trotzdem fanden wir alle ein Essen, das uns schmeckte. An dieser Stelle ein Lob an die BASF-Küche.
Gesättigt, gestärkt und um einiges schlauer machten wir uns dann nach einem rundum gelungenen Ausflug auf den Heimweg zurück in unser vertrautes Zabergäu.
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