Gelikt, geteilt, gelogen – wie erkenne ich Fake News im Internet?

„Nur wer zwischen populistischer Meinungsmache und seriösem Journalismus unterscheiden kann, ist in der Lage, sich ein fundiertes Urteil zu bilden und demokratisch zu handeln.“

− Helmut Schmidt, ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

 

Wir leben in einer komplexen Gesellschaft, in der eine Artikulation von öffentlichen Meinungen nur mithilfe von Massenmedien möglich ist. Wir leben auch in einer Zeit, in der es Populisten vermögen, eine tiefe gesellschaftliche Unzufriedenheit anzusprechen. So konnte zuletzt die AfD bei der Bundestagswahl 2017 mit über zwölf Prozent zur drittstärksten Partei der Bundesrepublik aufsteigen; auch in Österreich ist die rechte FPÖ seit Oktober 2017 die zweitstärkste politische Kraft des Landes. Der Unterscheidungsfähigkeit zwischen valider Information und gezielter Desinformation kommt in dieser Gesellschaft eine besonders exponierte Bedeutung zu. Doch nicht nur die politische Landschaft, sondern auch das Verhalten der Wählerschaft hat sich gravierend verändert: So informiert sich die große Mehrheit der Wahlberechtigten heutzutage im Internet über Politik – die einzig wichtigere Informationsquelle ist nur noch das Fernsehen. Ein gefährlicher Trend, spielten doch in den Wahlkämpfen in den USA sowie in Deutschland, Österreich, Frankreich und auch Italien gezielte Fake News im Netz nachweislich eine Rolle. Besonders anfällig für die Verbreitung von Desinformation scheinen die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und YouTube zu sein. Ein gefährlicher Umstand, denn deren Sortierungs-Algorithmen entscheiden darüber, welche Informationen einem Nutzer bereitgestellt werden und tragen so massiv zur Meinungsbildung und der Generierung von Öffentlichkeit bei; es lassen sich Gerüchte und Verschwörungstheorien extrem schnell verbreiten. Angesichts dieser Entwicklungen lässt sich festhalten, dass die Medienkompetenz in der heutigen Zeit mehr denn je eine Basisqualifikation demokratischer Bürgerkompetenz darstellt und eine Grundvoraussetzung für die Fähigkeit zur Teilhabe an der Gesellschaft ist. Diese gesellschaftlichen Kompetenzen ragen zweifelsfrei auch in den schulischen Kontext herein, denn vor allem in sozialen Netzwerken trifft nun ein sehr komplexes Online-Phänomen auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Die 10b hat es sich zur Aufgabe gemacht, das komplexe Feld der Fake News zu analysieren und in einer Infomappe darüber zu informieren, wie man nicht auf sie hereinfällt – allerdings darf diese Infomappe (im Gegensatz zu Fake News) gern angeklickt, gelikt und geteilt werden!

 

M. Werra

 

 

Infomappe FAKE-NEWS (zum Download bitte anklicken!)