Einem Brackenheimer Revolutionär auf der Spur
Giovanna-Beatrice Carlesso, Schülerin der 12. Klasse des Zabergäu-Gymnasiums Brackenheim, wurde
beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit einem Preis für den Landessieg Baden-Württemberg ausgezeichnet. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete: „Helden, verehrt – verkannt – vergessen.“ Giovanna-Beatrice beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit dem Brackenheimer 1848er-Revolutionär Theodor Mögling, der weitgehend in Vergessenheit geraten ist, obwohl er als einziger Württemberger führend an allen drei badischen Erhebungen von 1848/49 teilgenommen hat.
Theodor Mögling wurde am 2. Dezember 1814 in Brackenheim als Sohn des damaligen Präzeptors geboren. Als Mitglied des Stuttgarter Landtags nahm er vom 31. März bis 3. April 1848 am Vorparlament in Frankfurt teil. Dort schloss er sich Friedrich Hecker und dem radikal-demokratischen Flügel an. Trotz seiner schweren Verwundung in der Mairevolution von 1849 und anschließender langjähriger Zuchthausstrafe hat Mögling konsequent an seinen politischen Überzeugungen festgehalten und sich zeitlebens für Demokratie und Freiheit eingesetzt.
Demnächst wird Theodor Möglings Leben auch als Buch, herausgegeben im Carlesso-Verlag, dem Verlag ihrer Eltern, und mit einem Vorwort von Giovanna, erhältlich sein.
