Erfolgreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
„Der Rennfahrer Hans Stuck war mein Held, als ich noch ein kleiner Junge war", so antwortete Bundespräsident Horst Köhler auf die Frage nach seinem persönlichen Helden.
„Heute sehe ich in Dominik Brunner einen Helden. Sein Gerechtigkeitsempfinden trieb ihn dazu, sein Leben zu opfern, um angegriffene Kinder zu schützen".
Giovanna-Beatrice Carlesso, Schülerin der Jahrgangsstufe 13 des ZGB, wurde am Freitag, den 6. November im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf Schloss Bellevue von Horst Köhler als eine von fünf ersten Siegern des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten ausgezeichnet und mit 2000.- Euro Preisgeld belohnt. Ihr Held war der in Brackenheim geborene Theodor Mögling, der als unbeugsamer Republikaner in der bürgerlichen Revolution von 1848/49 hauptsächlich in Baden eine zentrale, heute leider vergessene Rolle spielte. „Mich faszinierte", so Giovanna-Beatrice Carlesso, „dass er konsequent an seinen Idealen festhielt und sich ein Leben lang aufopferungsvoll für Freiheit und Demokratie einsetzte." Die Jury der „Körber-Stiftung", die ihren Beitrag bewertete, urteilte: Eine Arbeit, die „den fachlichen Standards der Geschichtswissenschaft in ihrer analytischen Tiefe, ihrer sprachlichen Form und textlichen Gestaltung in bemerkenswerter Weise gerecht" wird. Dieses Expertenlob und das zweitägige „Erlebnis Berlin" mit Empfang und Preisverleihung beim Schirmherrn des Wettbewerbs, dem Bundespräsidenten, waren der Lohn für viele Monate intensiver Recherche und Ausarbeitung zu einem umfangreichen Wettbewerbsbeitrag.
Dies war nicht die einzige Arbeit, die unter dem Leitthema „Helden: verehrt - verkannt - vergessen" von Schülern des Neigungsfaches Geschichte im Schuljahr 2008/09 am ZGB angefertigt und eingereicht wurden. Patrick Diebold und Johannes Weißert beschäftigten sich mit einem nahezu vergessenen, in Güglingen geborenen „Helden", mit Karl Benjamin Klunzinger, einem, wie sie schreiben „begnadeten Arzt, Forscher, Biologen und Visionär im Bildungswesen", der zwischen 1834 und 1914 lebte. Sie durften ihre Ergebnisse auf einer „Archiv-Tagung" in Karlsruhe vorstellen und hielten einen Vortrag über Klunzinger im Rahmen der monatlichen Zusammenkünfte des Zabergäuvereins. Eine weitere Auszeichnung blieb ihrem Projekt leider versagt. Aber schließlich wurden bundesweit insgesamt 1831 Arbeiten eingereicht, wovon nur 30 einen Preis erhalten konnten.
Als Geschichtslehrer dieses Kurses ist es für mich eine große Freude, solch engagierte Schüler zu unterrichten. Dass ich sogar eine Bundessiegerin zur Auszeichnung nach Berlin begleiten durfte, empfand auch ich als Anerkennung.
Karlheinz Möller

