Rosige Bilanz für Charity Meets Media
Alle Teilnehmer können bei der Auflösungshauptversammlung am 14.7.2010 zufrieden sein: die 19 geschäftstüchtigen Schüler der Jahrgangsstufe 12, die mit ihrem Unternehmen „Charity Meets Media“ (CMM) und der von ihnen kreierten Zabercard, einem mit Sponsorengeldern entwickelten USB-Stick im Scheckkartenformat mit den Logos der beteiligten Firmen, ein Jahr lang erfolgreich gewirtschaftet haben; Anke Hertner, Lehrerin und Schulpatin des Projekts, die erleben durfte, wie aus einer Schülergruppe in ihrem Unterrichtsfach Wirtschaft sich langsam ein Unternehmen entwickelt, das mit überdurchschnittlichem Erfolg aus einer Idee bare Münze macht; Heidi Tilgner-Stahl als Vertreterin der Herzkinder Unterland e.V., die den Erlös des Verkaufs der Zabercard in Höhe von € 2.520 für die kleinen Patienten entgegennehmen darf; schließlich die 90 Aktionäre, die sich bei einer Investition von €10 über eine Ausschüttung von € 25,97 freuen können.
Was die Schülergruppe in dem Jahr in der Praxis gelernt hat, geht weit über die Theorie des Lehrplans hinaus. Sie haben erkannt, dass man Visionen und Visionäre braucht, um in einer globalisierten Wirtschaftswelt mithalten zu können, und dass neben dem Profit immer die soziale Komponente stehen sollte. Wie Wirtschaft funktioniert, erfahren die ambitionierten Jungunternehmer z.B. während einer Betriebsführung bei der Firma Layher in Eibensbach, und auf der Internationalen Handelsmesse in Wien knüpfen sie Kontakte zu Geschäftsleuten. Um den Verkauf ihres Produkts anzukurbeln, rühren sie kräftig die Werbetrommel: Flyer, Plakate, Werbung im Radio, eine eigene Website, Zeitungsartikel kommen zum Einsatz, aber auch ein attraktiv gestalteter Messestand beim Landeswettbewerb oder als besonderer Gag „Maskottchen“ Christoph Lichner als Sandwich-Man mit einer überdimensionalen Zabercard behängt.
Sich und ein Produkt gut zu präsentieren, im Team zu arbeiten, Konflikte zu lösen, aber auch gewissenhaft zu arbeiten, denn ein genauer Geschäftsbericht war die Voraussetzung für die den Landeswettbewerb, zu dem von 140 Bewerbergruppen nur 10 zugelassen wurden – auch das hat sich die Gruppe in vielen langen Sitzungen angeeignet.
Vorstandvorsitzender Martin Wilhelm und seine Mitarbeiter haben allen Grund zu strahlen: Während sich die Weltwirtschaft erst allmählich von der Krise erholt, gleicht die Geschäftsbilanz von CMM eher einem kleinen Wirtschaftwunder.
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