Studienfahrt Rom 2011
Auch dieses Jahr fand wieder die jährliche, von Lateinlehrer Herrn Eisbach ins Leben gerufene Studienfahrt nach Rom statt. Mit insgesamt 32 Schülerinnen und Schülern der 10. Klassenstufe und der 1. Jahrgangsstufe war die Gruppe dieses Mal sehr groß, was die begleitenden Lehrer Herrn Eisbach und Frau Dr. Klein-Ilbeck zwar des Öfteren strapazierte, aber dennoch sehr freute.
Statt fand die fünftägige Reise in den Herbstferien als freiwillige Veranstaltung von Mittwoch bis Sonntag, wobei je der erste und der letzte Tag für An- und Abreise geopfert werden mussten.
Am Abend der Anreise wurde auf ein Programm verzichtet. Stattdessen fuhren wir gemeinsam mit dem Bus in die Innenstadt und die Schüler hatten in Kleingruppen freien Auslauf. Einige steuerten sofort die Pizzerias und Restaurants an, andere sahen sich zuvor erst noch ein wenig um.
Beim Frühstück am nächsten Morgen wurden zunächst die Busfahrkarten ausgeteilt. Denn auf dem Plan standen das berühmte Colosseum, der Konstantinsbogen, die Ruinen der Caracalla-Thermen, die Via Appia und zu guter Letzt die Katakomben.
Das Colosseum wurde wieder von einzelnen Schülergrüppchen im Alleingang erkundet, wobei ein blauer Himmel und Sonne das alte Gemäuer in seinem besten Licht erstrahlen ließen.
Danach folgte ein etwas längerer Fußmarsch zu den von Caracalla erbauten Thermen. Hier taten bereits den Ersten die Füße weh; was wohl auch dazu beitrug, dass in den Parkanlagen der Thermen eine "halboffizielle" Mittagspause eingelegt wurde.
Von den Thermen wurde der nächste Bus zur Via Appia genommen. Dort wurde die alte Straße sodann von müden Schülern blockiert, die ihren strapazierten Beinen eine kleine Erholung gönnten.
Die Katakomben erreichten wir kurz vor einer koreanischen Reisegruppe und bekamen hier erstmals eine Führung (sogar auf Deutsch). In den Tiefen der alten Grabkammern wurde Herr Eisbach von seinen Schülern dazu genötigt, seine Fähigkeiten im Latein an einer alten Inschrift zu demonstrieren, wofür es dann auch Beifall gab.
Als wir dann den Rundgang durch die Katakomben beendet hatten und bereits auf dem Weg zur Bushaltestelle waren, trafen wir auf die oben erwähnte koreanische Reisegruppe. Es wurden Bilder gemacht, Namen und Facebook-Adressen getauscht und sogar ein Bild beider Gruppen zusammen gemacht.
Herr Eisbach kommentierte all dies grinsend mit: "Das nennt sich wohl spontane Völkerver-ständigung"
Am dritten Tag wurden das Forum Romanum, die Kaiserforen, das Kapitol und das Marcellus-Theater und das Pantheon besichtigt.
Außerdem führte der Weg von unserer Unterkunft zur Bushaltestelle an einem Markt vorbei, wodurch die Schüler (und Lehrer) Gelegenheit bekamen, sich preiswert mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen (wahlweise auch "fangfrischer" Fisch, Unterwäsche mit "I ♥ Roma"-Aufdruck oder Schmuck).
Nachdem alle ihre Vorräte und Andenken verstaut hatten, ging es per Bus zum Forum Romanum und den Kaiserforen. Doch sowohl dies als auch das andere stießen bei den Schülern auf vergleichsweise wenig Begeisterung. Vielleicht lag das aber auch daran, dass vielen immer noch die Füße vom vorherigen Tag wehtaten. Mehr oder weniger motiviert besichtigte die Gruppe also die Foren und die Curia, bevor sie sich auf den Weg zum Kapitol machte.
Das Highlight des Tages war jedoch eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten: das Pantheon. Der Tempel aller Götter wurde von den Schülern wiederum gern besichtigt und zuallererst wurde das umgangssprachliche "Loch in der Decke" fotografiert und bestaunt.
Vom Pantheon aus wurde das Programm dann auch beendet und der restliche Abend den Schülern überlassen.
Die wohl am gespanntesten erwarteten Besichtigungsorte, der Vatikan und die Engelsburg, waren am Donnerstag an der Reihe. Zuvor fuhren wir jedoch mit dem Zug nach Ostia, einen Außenbezirk Roms, wo fast eine komplette Stadtanlage erhalten geblieben ist.
In Ostia blieb die Reisegruppe ausnahmsweise einmal zusammen, damit niemand in dem weitläufigen Gelände verloren ging. Und als wir dann geschlossen und in gemütlichem Tempo den Ausgang ansteuerten, waren die einzigen, die fehlten, die begleitenden Lehrer Herr Eisbach und Frau Dr. Klein-Ilbeck.
Verwundert blieben die Schüler also an Ort und Stelle stehen und warteten, bis in einiger Entfernung die Vermissten gesichtet wurden. Herr Eisbach, der uns fröhlich zuwinkte, als er uns dort stehen sah, drehte noch gemeinsam mit Frau Dr. Klein-Ilbeck eine weitere Runde in den alten Gemäuern, bevor er zu uns stieß.
Auf dem Weg zur Engelsburg wurde dann noch der Ara Pacis mitgenommen, für den am Vortag die Zeit gefehlt hatte.
Das Castel Sant'Angelo (Engelsburg) wurde dann wieder von den Schülern selbstständig erkundet. Verwunderlich daran war, dass selbst die Fußlahmsten und Müdesten von uns zu dem Zeitpunkt wieder munter waren. Die Abendsonne ermöglichte zudem einen herrlichen Ausblick auf Rom, der auch oft auf Film festgehalten wurde. Nach ausreichender Besichtigungszeit traf die Gruppe sich wieder vor dem Gebäude.
Von dort aus ging es zum Mittelpunkt und der Wallfahrtsstätte Roms schlechthin: dem Vatikan und dem Petersplatz. Dort wurden dann zunächst mit knapp 30 Kameras Bilder von der ganzen Gruppe vor dem Vatikan gemacht, wobei allerdings zu bezweifeln ist, dass auf irgendeinem Bild wirklich alle Schüler in die Kamera schauen.
Nach dem Gruppenbild wurde das Programm beendet und den Schülern freigestellt, den Vatikan noch zu betreten oder sich gleich auf den Weg ins Hotel zu machen.
Alles in Allem lässt sich wohl sagen, dass trotz kilometerlanger Fußmärsche die Studienfahrt den Schülern (und Lehrern) sehr gut gefallen hat und in hoher Zahl sofort nach erneuter Teilnahme im nächsten Jahr gefragt wurde.
Wir möchten uns zudem an dieser Stelle noch bei den begleitenden Lehrern Herrn Eisbach und Frau Dr. Klein-Ilbeck bedanken, die sich in ihrer Freizeit so engagiert und uns somit einen unvergesslichen Aufenthalt in Rom ermöglicht haben.
Ina Reichert
