Afghanistan - Vorträge von Annette und Dr. Reinhard Erös

27. Oktober 2017

 

 

Vortrag 1

Mensa / Für die Klassen 10, J1 und einige 9er und J2er: "UnterTaliban, Warlords & Drogenbaronen - ein deutscher Arzt kämpft für die Kinder Afghanistans" (Dr. Reinhard Erös)

 

Vortrag 2

Für die Klassenstufe 7: "Eine Reise zu den Kindern Afghanistans" (Annette Erös)

 

Afghanistan, das Land mit den weltweit meisten Flüchtlingen.

Wer den Namen dieses Landes hört, der denkt zwangsläufig nur an eines: Krieg. Denn genau das ist es, was dieses einst so friedliche Land seit Jahren prägt. Dr. Reinhard Erös weiß das, kennt die Gefahren und widmet sich seit über dreißig Jahren diesem tödlichen und doch wunderschönen Flecken Erde und den Menschen, die dort leben. Als er mit seinem Vortrag beginnt, sitzen die Schüler noch unruhig auf ihren Stühlen. Doch nach wenigen Minuten sind alle Blicke gebannt auf den bärtigen Mann gerichtet und auf die Bilder von verletzten, ausgemergelten Kindern, die er in einer Felsenhöhle notdürftig behandelt.

Natürlich sah es dort nicht immer so aus. Afghanistan ist ein Land mit Geschichte, Kultur, klaren Seen, seltenen Tieren, Steppen und reich verzierten Bauwerken. Sogar eine Nationalsportart gibt es: das „Ziegenziehen“, was zwar harmlos klingt, in Wirklichkeit aber brutaler ist als jedes Footballspiel. Doch seit die Taliban versuchen, mit Gewalt ihre religiösen Grundsätze durchzusetzen und die Nato das Land als Schlachtfeld gegen den Terror auserkoren hat, ist nichts mehr wie früher. Jugendliche ziehen mit Gewehren in den Kampf, Kranke sterben reihenweise an unzureichender medizinischer Versorgung und immer weniger Mädchen dürfen die Schule besuchen.

Reinhard Erös erzählt von den riskanten Fußmärschen über die Grenze und den Schrecken, die er seit Jahrzehnten miterleben muss, während der Rest der Welt tatenlos zusieht und keinen Finger rührt. Reinhard Erös aber kann die Augen nicht verschließen, bildet Ärzte aus, gründete eine Hilfsorganisation, die sich einzig durch Spenden finanziert und baut Schulen und Universitäten, um das Problem dort zu bekämpfen, wo es nötig ist: an der Wurzel. Fesselnd erzählt er von seiner Vision, dass Afghanistan eines Tages wieder das Land sein kann, das es war, und ruft zu Engagement und Mithilfe auf. Denn ,,wenn der Klügere nachgibt, gewinnt der Dumme“.

Lena Beyl / J1