Schüler auf der großen Bühne
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25.06.2010 HEILBRONNER STIMME |
Heilbronn 19 Vorstellungen bei Schultheatertagen im Komödienhaus |
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Von Gertrud Schubert
Sieben Jahre herrschte große Flaute. Jetzt sind die Schülerschauspieler im Heilbronner Theater wieder willkommen. Mitte nächster Woche stehen sie mit ihren Inszenierungen zwei Tage lang auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Der Austausch mit den Kollegen aus anderen Schul(art)en und der Blick hinter die Kulissen sind inklusive – Theater ist schließlich nichts fürs stille Kämmerlein. Käthchen und mehr 19 Aufführungen, insgesamt 375 junge Schauspieler: Das ist fast schon ein kleiner Theatermarathon. Die Förderschüler von der Heilbronner Wilhelm-Hofmann-Schule, 60 Kinder von Klasse 1 bis 7, machen am Mittwoch, 30. Juni, gleich nach der Eröffnung um 10 Uhr den Auftakt mit „K@thchen trifft Bluesbrothers“. Dann geht es nonstop weiter. Auch Hauptschüler, Grundschüler, Gymnasiasten, wer sich nur immer auf die große Bühne im Komödienhaus wagt, präsentiert seine jüngste Inszenierung. Mit dabei sind neun Variationen übers „Käthchen von Heilbronn“. Die Schultheatertage sind nämlich auch Plattform für den Wettbewerb um die originellste Käthcheninszenierung „Best of Käthchen“. Die Viertklässler von der Grünewaldschule Böckingen haben sich ein Käthchen-Spektakel ausgedacht, das von dem armen Mädchen erzählt, das ohne seine Mutter aufwachsen muss (Mittwoch, 13 Uhr). Die Theater-AG vom Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn nimmt die Manns- und Weibsbilder in ihrem „Käthchen“ kritisch unter die Lupe (Donnerstag, 15 Uhr). Andere lassen das „Käthchen“ links liegen. Das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim kommt mit „Idioten“ nach dem Film von Lars von Trier (Donnerstag, 17 Uhr). „Knastkinder“ auf den Philippinen sind Thema der Schauspieler vom Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn (Mittwoch, 16.30 Uhr). Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr werden Käthchenstorys von Bäckertüten vorgelesen. Austausch Sonst wird die Leistung der Schüler nur kurz gewürdigt: Nach monatelangen Proben folgen ein, zwei Auftritte, die Schulgemeinde klatscht – und schon ist alles vorbei. Die Schultheatertage aber heben die Schauspielkunst der Kinder und Jugendlichen im wahrsten Sinn des Wortes auf eine größere Bühne. Hier lernen sie ganz nebenbei Respekt und erproben am eigenen Leib die Arbeitsbedingungen der „echten“ Theaterleute. Von AG-Kollegen aus anderen Schulen beklatscht und vielleicht auch kritisiert, in der Rolle der Zuschauer wie der Akteure sehen sie ihr Spiel mit neuen Augen. Die Theaterpädagogin Bärbel Jogschies freut sich schon auf den Theaternachwuchs. Denn da kommen keine Ahnungslosen: „Theater spielen macht schön, intelligent, kommunikativ und selbstbewusst.“ VorstellungstermineMittwoch ab 10 Uhr, letztes Stück 19.15 Uhr; Donnerstag ab 9.30 Uhr, 18 Uhr Abschluss. Eintritt frei.
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