Musikalische Abenteuerreise in das Land der ewigen Kindheit

„Peter Pan“: Krönender Abschluss der Veranstaltungsreihe des Zabergäu-Gymnasiums

Mit den ersten Wiener Walzer-Takten der Brackenheimer Philharmoniker (Leitung Daniel Strasser) breitet sich im Brackenheimer Bürgerzentrum eine wunderbar entspannte Stimmung aus. Ein zauberhaftes Bühnenbild in leuchtenden Farben (Sybille Proksch), phantasievolle Kostüme, mitreißende Choreographien (Inge Schön), spiel- und sangesfreudige Schauspieler und Sänger (Raphael Solian, Siegfried Liebl) – das Musical „Peter Pan“ krönt am letzten Schulwochenende die Reihe der diesjährigen kulturellen Veranstaltungen des Zabergäu-Gymnasiums.
Peter Pan (Pauline Langer, am 2.Abend Emma Schulze) entführt Wendy (Leonie Doll/Cosima Naffin), ihre Brüder John und Michael und die vielen großen und kleinen Zuschauer nach „Nimmerland“, der kleinen Insel hinter dem Mond, wo man immer Kind bleibt, mit Feen spricht und mit Piraten und Indianern kämpft.
Pauline singt, spielt, tanzt und reißt die Zuschauer mit ihrem Schwung mit. Begleitet von der zickigen Klingelfee auf Rollschuhen (Annika Lahme) in schmuckem Dress und mit Glitzerlippen hüpft sie schwerelos wie ein kleiner Kobold von einem Bühnenende zum anderen – und wird immer wieder mit kräftigem Applaus belohnt.
Peters größter Feind ist der herrlich komische Aufschneider und Angsthase Käpt’n Hook, eine Paraderolle für Taren Leckebusch. Er trachtet Peter nach dem Leben, seit dieser eine seiner Hände einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen hat. Die Bestie hat Gefallen am Geschmack gefunden und möchte ihn nun vollends verspeisen. Zum Glück hat es aber auch eine Uhr verschluckt, die laut tickt und Hook warnt, der immer wieder gekonnt seinen dussligen Piraten, die auf seinen Befehl auch schon mal Tango oder Tarantella tanzen müssen, ohnmächtig in die Arme sinkt.
Neben den vielen witzigen, lauten Szenen gibt es auch Berührendes. „Süße Wendy! Wir haben eine Mama!“, singen die verlorenen Jungen, die mit Peter auf der Insel leben. Als Babys sind sie aus dem Kinderwagen gefallen, und da sie nicht gefunden wurden, landeten auch sie auf der Insel.
Nach dem missglückten Versuch Hooks, die Kinder mit einem vergifteten Gugelhupf zu töten, schüttet er Gift in Peters Medizin. Die Klingelfee rettet ihn, indem sie die Medizin schnell trinkt – und zu Boden fällt! Eine tote Fee? Um sie zu erwecken, muss man nur an Feen glauben – und da muss das Publikum mithelfen! Applaaaus!!! Und schon wirbelt die freche Fee wieder wild gestikulierend über die Bühne.
Begeisternde Auftritte der Jazztanz-AG mit akrobatischen Einlagen, schwungvolle Lieder der Piraten, schleichende Indianer auf dem Kriegspfad mit Anführerin Tiger Lily (Mona Besemer/Nacara Leckebusch), Sprachwitz und ganz viel Spielfreude und Können machen das Musical zu einer phantastischen Bühnenshow, an dessen Ende Peter alle Gegner besiegt hat, aber alleine auf der Insel bleibt. Das ist der Preis für seine Entscheidung: „Ich werde nicht groß!“
In einem fulminanten Finale mit dem „Kikeri“-Song aus hundert Kehlen endet unter donnerndem Applaus ein grandioses Spektakel für Groß und Klein. „Es hat so viel Spaß gemacht!“ Damit spricht Violinistin Angelika Wessel Mitwirkenden und Publikum aus der Seele.  el

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