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Mit "Flugzeugen im Bauch" einen kühlen Kopf bewahren

 

 

Zabergäu-Gymnasium Brackenheim initiiert Sexualpräventionsprojekt für Neuntklässler

 

Waltraut Raidt, engagierte Lehrerin und zugleich Mitglied des Runden Tisches Brackenheim, hat das Projekt auf den Weg gebracht: „Kinder- und Jugendärzte weisen eindringlich auf diese Problematik hin. Trotz der heutigen Medienflut sind die Jugendlichen im Umgang mit ihrer eigenen Sexualität oft überfordert. Hier wollen wir mit präventiven Maßnahmen Abhilfe schaffen.“ In Absprache mit Schulleiter Wolfgang Frey nahm Frau Raidt Kontakt zur pro familia-Beratungsstelle in Heilbronn auf. Nahezu 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 entschlossen sich zur Teilnahme am Workshop „Flugzeuge im Bauch“. Für die Finanzierung des Projektes konnte die Kinder- und Jugendstiftung Brackenheim gewonnen werden. Vier Stunden arbeiteten die Sexualpädagogen Thomas Hannss und Lea Baumm  jeweils mit den einzelnen Klassen, teilweise im Klassenverband, teilweise aber auch geschlechtergetrennt. Themen wie Anatomie, Verhütung, Geschlechtskrankheiten und Aids wurden ausführlich besprochen. Besonders große Bedeutung misst das pro familia-Team dem Thema “Beziehung“ zu. “Es geht um Respekt und das Vertrauen in einer Beziehung. Viele Jugendliche wissen heute, wie verhütet wird“, erklärt Thomas Hannss, „ mindestens ebenso wichtig ist aber deutlich zu machen, wie eine Beziehung funktioniert und dass die Jugendlichen den Zeitpunkt ihrer sexuellen Erfahrungen selbst bestimmen dürfen, unabhängig von den Wünschen des Partners, dem Druck aus der Gruppe, der sie angehören, oder den Bildern, die die Medien vorgeben.“ „Die Resonanz unter den Jugendlichen ist sehr positiv“, bilanziert Waltraut Raidt. Und die Elternschaft ist dankbar für die geleistete Aufklärungsarbeit, letztlich sind doch die Eltern-Kind-Beziehungen in der Pubertät nicht immer einfach und von Missverständnissen geprägt. „Ein solcher Workshop hat eine Beratungsqualität, die Biologieunterricht bei aller Aufklärung nicht leisten kann. Als ergänzendes Angebot haben wir ihn gern wahrgenommen“, bestätigt auch Schulleiter Wolfgang Frey.“ Ob eine solche Veranstaltung aber auch zukünftig stattfinden kann, hängt von der Finanzierung des Projektes ab.

Martina Reese