Gewaltpräventionsprojekt für die Klassenstufe 10

Wie vermeide ich eine Eskalation auf der Straße? Welche Orte sollte ich nachts eher meiden? Was soll ich tun, falls jemand bedroht wird? Wie erkenne ich, was mein Gegenüber machen will?

Diese und noch viele andere Fragen wurden im Gewaltpräventionsprojekt hier am ZGB an 3 Dienstagnachmittagen geklärt. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 erhielten innerhalb von gerade einmal 3 Doppelstunden das Basiswissen über die Gewaltprävention. Mike Zahner nahm dabei Statistiken aus seiner Ausbildung zum Selbstverteidigungstrainer, um den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen, dass man immer eine Chance hat, wenn man sich selbstbewusst zeigt und bereit ist, sich zu wehren. Meistens reicht es sogar, wenn dies verbal geschieht. Anschließend ging es zu den Rollenspielen über, welche konkrete Alltagssituationen darstellen sollen. Selbst hier handelt man trotz des Wissens, wie man den Konflikt lösen kann, nicht immer richtig, da man unter Druck steht oder die Situation falsch einschätzt. Genau dies wird in den Rollenspielen trainiert.  Andreas Ginger, ausgebildeter Gewaltschutztrainer der Polizei und Karateka mit langjähriger Erfahrung, weiß, wie wichtig die Routine in der Selbstverteidigung ist. Deshalb ist das Wiederholen der Techniken wie das Einmaleins in der Mathematik. Nachdem die Schüler ausführlich die „Vorkampfphase“ behandelt hatten, in welcher sie die meiste Gefahr schon abwenden konnten, kamen nun die Griffe zum Befreien dran. Einfache und effektive Techniken wurden hier gezeigt. Auch die Körperhaltung ist, wie in der „Vorkampfphase“, sehr entscheidend. In der letzten Doppelstunde wurden die erlernten Techniken und Informationen vertieft. Jeder vertiefte dabei seine Lieblingstechnik. Denn nicht jede Technik passt zu einem. Je nach Größe, Gewicht und Können liegen die Schwerpunkte der Techniken bei jedem anders.

Am Ende der letzten Einheit durfte sich jeder noch zu dem Projekt äußern. Alle Teilnehmer, sogar die betreuenden Lehrer, waren sehr begeistert und hätten am liebsten noch weiter trainiert. Ein Grund mehr, nächstes Jahr dieses Projekt erneut anzubieten. Mit den nun gewonnen Erfahrungen für die Teilnehmer als auch die Trainer wird das nächste Jahr bestimmt genauso super.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen nicht nur an die Teilnehmer, sondern auch an die Schulleitung. 

 

Mike Zahner