Mondmosaik, 18.11.2018, 19:46 Uhr, mit C8

Der Mond ist wie die Erde 4 1/2 Mrd. Jahre alt. Vermutlich wurde er beim Zusammenprall der Erde mit einem kleineren Planeten aus der Erde herausgeschlagen. Da der Mond keine Atmosphäre hat, schlagen Meteore ungehindert auf der Mondoberfläche ein. Dabei wird ein ringförmiger Wall um die Einschlagsstelle aufgeworfen. Weil sich der Boden durch die Einschlagsenergie verflüssigt, ist der Kraterboden oft eben. Manchmal federt der Mondboden nach dem Einschlag zurück und mitten im Krater entsteht ein Zentralberg wie im unteren Teil des Bildes. Auf dem Foto ist auch erkennbar, dass ältere Krater manchmal durch jüngere zerstört wurden. In der Frühzeit unseres Planetensystems fielen dauernd Meteore auf den Mond. Das kommt heute nur noch selten vor, weil es im Innern unseres Planetensystems nicht mehr so viele Meteore gibt. Übrigens hat es keinen Zweck, auf dem Foto nach Fußspuren der Astronauten zu suchen; die kleinsten gerade noch erkennbaren Einzelheiten sind 2 km groß. Der mit einem Pfeil markierte Krater ist so groß wie das Nördlinger Ries mit 23 km Durchmesser. Auch das Nördlinger Ries ist ein Meteorkrater, der vor 14 Mio. Jahren von einem Meteoriten der 1-Kilometer-Klasse erzeugt wurde.

 

 

 

M57, 15.10.2017, 22:30 Uhr, mit unserem Schulfernrohr C8

Vor 20000 Jahren ist ein 2300 Lichtjahre entfernter Roter Riese im Sternbild Leier explodiert. Dabei hat er seine Hülle abgesprengt. Der Reststern in der Mitte des Ringnebels ist ein Weißer Zwerg von etwa Erdgröße. Auf diese Entfernung ist der Weiße Zwerg nur zu sehen, weil er wegen seiner Oberflächentemperatur von 70000 Grad so hell leuchtet. Der Stern erscheint aber immer noch lichtschwächer als Pluto.