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Greta Schell (6c)

Aufbruch in andere Welten

 

Lange war die blutrote Sonne schon am Horizont verschwunden, als Kim und Marie noch immer auf ihrer Lieblingseiche saßen und sich Geschichten erzählten. „Weißt du noch Kim, als wir in die erste Klasse kamen und uns immer auf dem Klo eingesperrt haben um nicht in den Unterricht zu müssen?“ Kim lachte und antwortete: „Ja genau, oder wenn wir mit den Jungs gespielt haben, dass sie uns fangen, aber die Lehrer das nicht wollten weil es immer Streit gab.“ Die beiden hätten noch Stunden auf den Ästen der Eiche sitzen und sich Geschichten erzählen können. Doch jetzt war es gleich 0 Uhr, das hieß, Maries' 16. Geburtstag musste gefeiert werden. Also blieben sie noch eine Zeit lang an ihrem Lieblingsplatz, bis sie sich wieder heimlich nach Hause schlichen. Am nächsten Morgen wurde Marie mit einem lauten Geburtstagssingen von ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester Ella geweckt. Doch das interessierte Marie überhaupt nicht, denn sie hatte 20 Nachrichten von Kim auf ihrem Handy. Und das konnte nichts Gutes heißen. Nachdem ihre Familie fertig mit singen war, rannte Marie sofort ins Bad um Kim anzurufen, doch ihre beste Freundin ging nicht an ihr Handy. Das hieß für Marie schnell in eine Jeans und ihr schwarzes T-Shirt schlüpfen, Schuhe an und ab aufs Fahrrad zu Kim. Dort angekommen klingelte Marie sofort Sturm, Kims Mutter öffnete die Tür mit einem erstaunten Gesicht: „Marie was ist los? Hast du heute nicht Geburtstag? Willst du zu Kim?“ überschüttet von den ganzen Fragen antwortete Marie nur schnell: „Ja, ich habe Geburtstag und ja ich will zu Kim.“ „Na dann alles Gute! Komm rein, Kim schläft noch.“ Doch keiner kannte Kim so gut wie Marie und es war klar, Kim schlief nicht mehr. Sie stürmte in Kims Zimmer, doch das Bett war leer und ihr Handy lag auf ihrem Schreibtisch. Kims Mutter und Marie suchten auch noch in den anderen Räumen der Wohnung, doch Kim war nirgends zu finden. Da fiel Marie nur noch ein Platzt ein „Frau Winkler, ich weiß wo Kim ist, ich muss los“. Ohne eine Antwort von Kims Mutter rannte Marie aus der Wohnung, stieg auf ihr Fahrrad und fuhr los. Marie sah Kim schon von weitem auf den Ästen der alten Eiche sitzen. „Kim, was ist los? Was machst du hier?“ Kim sah Marie mit verweinten Augen an „Ich muss dir was sagen Marie. Ich fahre in zwei Tagen nach Afrika zu meinem Patenonkel.“ Marie sah Kim verdattert an und bekam nur ein „Das ist toll Kim, du wolltest schon immer nach Afrika.“ heraus. „Ja schon, aber nur mit dir“. Marie setzte ihr geheimnisvolles grinsen auf „Dann komme ich halt mit“. Kim schaute Marie fassungslos an doch dann sprang sie von ihrem Ast und umarmte ihre Freundin. „Aber in zwei Tagen geht es los“. Am Samstag morgen wurden Kim und Marie von einem Taxi abgeholt und an den Flughafen gebracht. Sie hatten jetzt einen Flug von guten zwölf Stunden vor sich. Im Flugzeug aß Marie ein Bonbon, dass sie am Eingang bekommen hatte. Es schmeckte Marie wirklich, doch kurz bevor sie in Afrika landeten wurde Marie plötzlich kalt und heiß gleichzeitig, sie begann zu niesen und sie bekam kaum noch Luft. Kims Patenonkel stand an einem TucTuc als er Marie sah kam er auf sie zu gerannt „Wat gaan aan?“ Die Mädchen sahen ihn nur fragend an „Oh, ich meinte was ist los.“ Kim schrie verzweifelt „Ich weiß es nicht“ Ihr Patenonkel Amir sprach ruhig und langsam zu Marie „Hast du irgendwas gegessen oder getrunken was du nicht kanntest?“ Marie zog das Bonbonpapier aus ihrer Hosentasche. Kim nahm es und laß etwas, was nicht gut für Marie war. „In dem Bonbon ist Vanille Marie“ und Marie war allergisch gegen Vanille. „Kein Problem wir bringen dich schnell in mein Dorf Huambo, dort gibt es Frauen die dir helfen können.“ In zehn Minuten waren sie in Huambo. Marie wurde in eine Hütte aus Lehm, Ästen und Kamelkot gelegt. Eine sympathische Frau kam und half Marie. Am Abend fand Marie ein Tagebuch von Kim in ihrer Tasche, die beiden setzten sich auf einen Baum im Dorf und Kim begann das Reisetagebuch vorzulesen: „Dieser Teil heißt - Aufbruch in andere Welten - „ Kim begann vorzulesen, bis Amir die beiden in eine der Hütten zum Schlafen holte. Um sechs Uhr wachte Kim auf und ging aus dem Häuschen. Zu ihrem Erstaunen war in Huambo schon viel Betrieb. „Marie, Marie wach auf und schau dir das an!“ Verschlafen kam sie, doch auch Marie war schlagartig wach als sie das Phänomen sah. Das was die Mädchen so beeindruckte war eine lange Reihe von gesattelten Kamelen. „Ah, da seid ihr ja“. Amir kam mit einem Lachen auf die Mädchen zu „Kommt, kommt wir wollen heute einkaufen gehen. Die beiden sahen sich an und rannten so schnell wie nur möglich zum TucTuc. Doch Kims Patenonkel winke sie zurück „Nein Mädchen, um ins andere Dorf zu kommen müssen wir eine Weile durch die Wüste.“ Er zeigte auf die Kamele. Eine halbe Stunde später saßen beide auf dem Rücken von einem rießigen Kamel. „Onkel Amir ich habe Durst“. „Hier Kim, nimm das Wasser“ Amir reichte ihr eine Flasche. „Kim, du hattest recht, diese Reise ist ein Aufbruch in eine andere Welt.“ Die beiden redeten über dies und das bis sie in dem Dorf Bioko ankamen. Dort kauften die Afrikaner die auch noch mit gekommen waren einiges ein was Kim und Marie nicht so bekannt gewesen ist. Aber am meisten wurde Reis und Mais gekauft. Als sie am nächsten Tag zurück in Huambo waren begegneten die beiden einem Mädchen das offensichtlich auch Deutsch konnte. Sie stellte sich vor „Ich bin Aayana und 15 Jahre alt. Meine Mutter hat dir geholfen als es dir nicht gut ging.“ „Oh das war deine Mutter, dann dank ihr nochmal. Ich bin Marie und das ist Kim. Wie kommt es das du so gut deutsch kannst?“ „Das habe ich von deinem Onkel gelernt, ich würde so gerne mal nach Deutschland“ Kim antwortete „Vielleicht kannst du ja in einer Woche mitkommen wenn wir wieder nach Hause fliegen. Du könntest bei mir wohnen und dort zur Schule gehen.“ Mit einem Lächeln über beide Ohren sagte Aayana: „Das wäre wundervoll.“ Die drei Mädchen gingen jetzt aber zum Abendessen, es gab Reis aus einer großen Schüssel und schmeckte erstaunlich gut. Alle aßen mit den Fingern, was für Marie und Kim etwas völlig neues war, aber beide fanden es toll. In den nächsten Tagen durften die beiden Ziegen hüten, das Geschirr in einem Fluss waschen und helfen eine Hütte zu bauen. Die Woche in Afrika ging viel zu schnell vorbei. Also mussten Kim, Marie und Aayana zum Flughafen. Als sie in Deutschland ankamen war Aayana so erstaunt von den Autos, den Hochhäusern, den vielen Menschen und noch vielem mehr. Nach zwei Wochen gingen sie wieder zu Schule und Kim sollte im Deutschunterricht ihr Reisetagebuch vorlesen. „Diese Reise habe ich "Aufbruch in andere Welten genannt", Frau Müller.“ Kim bekam für ihren Vortrag viel Applaus und auch ihre und Maries Eltern waren davon so angetan als Kim ihnen das Tagebuch vorlaß, dass sie auch in den nächsten Sommerferien nach Afrika wollten. Aayana sollte erst in vier Wochen zurück nach Huambo.