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Leyla Halatci (5c)

Das Tar-Land 

 

Ich öffnete die Augen und sah gleich die Paparazzi. Sie knipsten mit ihren Fotoapparaten und riefen: „Carola, wie läufts mit den Sportwettkämpfen?“ oder „Carola, bist du immer noch auf dem ersten Platz?“ oder manchmal auch „Carola, hast du schon einen Freund?“ „Lasst mich bitte einfach in Ruhe!“, bat ich und verschwand in meiner Villa. „Berühmt zu sein ist die Hölle!“, dachte ich, während ich durch mein Zimmer trottete, bis ich an einem Bild in bunt verziertem Rahmen hängen blieb. Es zeigte meine Eltern und mich mit elf. „Jetzt bin ich achtzehn und meine Eltern starben bei einem Autounfall!“, dachte ich mit Tränen in den Augen. Ich schnappte mir meinen Stressball, um ihn an die Wand zu werfen, damit er zurückprallen konnte. Doch als ich ihn gegen die Wand warf, verschwand er. Ich rieb mir die Augen um mir sicher zu sein, aber der Ball blieb verschwunden. Ich streckte meine Hand aus und lief langsam auf die Wand zu. Und dann verschwand auch ich. 

„Wo bin ich?“, fragt ich. „Im Tar-Land, my Lady“, sagte jemand mit sanfter und höflicher Stimme. „Wer ist da?“, fragte ich wieder und drehte mich um. „Wolfgang, my Lady“, sagte die Stimme. Es war ein blauer Schmetterling mit schwarzer Krawatte. „Oh! Okay…äh… Wolfgang! Warum bin ich hier?“, fragte ich. Er erklärte das meine Wand verzaubert sei und wann immer ich wolle, mich nach Tar-Land gehen lasse. „Aha, und wie komme ich hier weg? Versteh mich nicht falsch, ich finde es toll hier! So schön grün!“, fügte ich schnell hinzu. Er erklärte, dass ich die böse Königin besiegen solle. „Sie heißt Mafalda und herrscht hier schon seit langen zehn Jahren“, seufzte er. Ich fragte, wie ich zu ihr hinkäme und fand heraus, dass es ein Fünf-Kilometermarsch wäre, und ohne Begleitung lasse er mich nicht gehen. Also gingen wir zusammen. Die Reise verlief ohne Probleme. Ich wunderte mich: „Sonst gibt es doch immer Abenteuer auf der Reise.“ „Das Abenteuer erlebst du im Schloss“, erklärte mir Wolfgang. Vor dem Schloss war alles welk. Die Wachen schliefen, also konnten wir ungestört eindringen. Am Ende eines roten Teppichs stand ein mit Diamanten verzierter Thron mit einer dicken, wirklich dicken Königin drauf. Es war Mafalda. Sie zückte ihr Fechtschwert und Wolfgang warf mir seines zu. Und dann ging alles sehr schnell. Wir begannen zu kämpfen. Erst hatte ich die Oberhand. Dann sie. Plötzlich wieder ich und ich warf ihr Schwert zu Boden und gewann. Mafalda war besiegt und löste sich in dunklen Rauch auf. Ich sah aus einem der Fenster und sah, dass draußen alles wieder grün wurde. Wolfgang nickte mir dankend zu und dann löste auch ich mich auf. Plötzlich saß ich wieder auf meinem Bett und lächelte. Ich schrieb einen Brief, steckte ihn in die Wand und er verschwand.