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Mara Härer (5a)

Schatzsuche mit unbekannten Folgen

 

Es dämmerte. Fledermäuse und Rehe kamen aus ihren Verstecken. Ilona

und Amelie, die Zwillinge, machten jetzt noch eine Schatzsuche im weißen Steinbruch. 

Die Wegbeschreibung hatten sie aus dem Internet. Sie mussten nur noch den letzten Wert ausrechnen. Ilona rechnete: „Also… vierzehn mal fünf ...ah, mmm...es ist siebzig. Jetzt müssen wir siebzig geteilt durch zehn rechnen. Da kommt sieben raus. Also müssen wir sieben Schritte in Richtung dem stark bemoosten Baum gehen.” „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben,” zählten sie laut mit. „So,” rief Ilona freudestrahlend, hier müssen wir suchen!” „Amelie, los, lass uns mal da graben, ob die Box dort ist!” „Wirklich?”, antwortete Amelie ängstlich, „denkst du nicht, dass da Füchse ihren Bau haben können?” Ilona antwortete mutig: „Lass uns das einfach mal probieren! Wird schon nichts so Schlimmes passieren!” Es roch nach morschem Holz. „Ich halte Sicherheitsabstand,” gab Amelie ängstlich zu, „du kannst ja graben!” 

 

Plötzlich knackte es im dunklen Gebüsch. „Was war das für ein Geräusch?“, flüsterte Amelie ängstlich. „Ach, bestimmt nur eine Fledermaus,“ beruhigte Ilona sie.

„Hilfe, Hilfe, Hiiiilfeeee!”, kam eine Stimme aus dem Wald. Amelie bekam weiche Knie und einen schnellen Atem. Ilona ging vorsichtig in die Richtung, wo der Hilfeschrei herkam. Amelie kam ängstlich hinterher. Nach ein paar Schritten blieb Ilona stehen. „Schau mal! Da ist ein Holzhaufen. Und ist da nicht ein Fetzen?“ Der Fetzen bewegte sich. Es sah auch so aus, als hätte es ein Gesicht. Ilona wurde kreidebleich. Amelie sah es auch, was Ilona sah. Amelie rannte weg. Ilona rief ihr nach: „Amelie, komm!” Aber Amelie rannte weiter. Ilona hinterher. Ilona holte sie schnell ein. Sie überzeugte Amelie: „Amelie los! Ich will es mit dir herausfinden, was das war. Und vielleicht kann das uns ja helfen, wo die Box ist!” „Ok, lass uns das tun,” erwiderte Amelie ein wenig mutiger. Sie gingen nochmals zurück. Sie sahen es wieder. Es quiekte: „Meine Schwester hat den Fuß unter einem Stein eingeklemmt. Könnt ihr sie vielleicht retten? Das wäre so arg toll!” „Was bist du eigentlich?”, fragte Ilona vorsichtig. „Ich bin ein Troll!” „Ohaa!”, riefen Ilona und Amelie gleichzeitig. Sie wunderten sich über das kleine Männchen, das vor ihnen stand und mit den Armen fuchtelte. „Helft ihr mir, meine Schwester zu retten?”, fragte der Troll vorsichtig. „Klar, helfen wir dir!”, lachte Ilona schnell. „Danke!”, ihr seid soooo lieb!“ Der Troll ging voraus. „Hier ist der Stein!”, rief der Troll.

 

Amelie liebte Helfen! Sie fing sofort an, am Stein zu zerren. Bald hatten sie gemeinsam die Schwester des Trolls gerettet. Die war sehr dankbar: „Herzlichen Dank, ihr zwei! Was können wir für euch tun?” Dem Troll fiel gleich etwas sonderlich Gutes ein: „Wir können super Geschichten schreiben und wir sind unsichtbar! Nur ihr seht uns, weil wir uns sichtbar machen mussten, damit ihr uns helfen konntet. Beim Hören ist es genauso! Deshalb können wir mit euch in die Schule gehen und dort euch bei allem helfen und eure Lehrerin merkt es gar nicht.” „Oh, ja! Da können wir nicht nein sagen!”, freute sich Amelie sehr. Ilona fügte hinzu: „Wisst ihr vielleicht, wo eine Box ist, die zu einer Schatzsuche gehört?“ Der Troll stöhnte: „Ach ja, da kommen manchmal Menschen vorbei und suchen in unserm Versteck die Box. Da ist sie aber zum Glück nicht! Aber jetzt zeigen wir sie euch schnell. Kommt mit! Hier müsst ihr suchen, denn hier ist sie versteckt.“ Die beiden Mädels fanden die Box schnell. In der Box war ein schöner Stempel, auf dem ein Dinosaurier war. Ilona und Amelie schrieben einen kleinen Gruß in das Logbuch. Sie versteckten die Box wieder im Versteck.

 

 Am nächsten Morgen war Schule! Genau da schrieben sie die zweite Deutsch-Arbeit bei Frau Hiller. Amelie und Ilona schrieben keine guten Deutsch-Aufsätze. Sie hofften, dass sie keine Vier in Deutsch bekommen würden. Die Klasse fing an zu schreiben. Amelie stöhnte. Ihr wollte gar nichts einfallen. Plötzlich ging die Tür auf. Ein Windhauch sauste ins Klassenzimmer. Dann schloss die Tür sich wieder. Frau Hiller wunderte sich, schaute auf den Flur, sah aber niemanden. Eine Mitschülerin schrie auf: „Auuuh! Mich hat irgendwas gezwickt.“ Ein lästiger Mitschüler antwortete spöttisch: „Hast dich vielleicht selber gezwickt! Wer denn sonst?“ Auf einmal merkte Ilona, dass etwas auf ihrem Tisch herum hüpfte. Der Troll war tatsächlich gekommen! Das hätte Ilona nicht gedacht! Er sagte: „Hallo, ich erzähle dir jetzt die Geschichte.“ Ilona fing an und schrieb und schrieb, was der Troll ihr sagte.

 

Als Frau Hiller zuhause war, guckte sie gleich die Aufsätze an. Sie war sooo arg von Amelies und Ilonas Aufsätzen begeistert. Sie korrigierte schnell alle Aufsätze. In der nächsten Deutschstunde fragte Frau Hiller Amelie und Ilona, ob sie ihre Aufsätze der Klasse vorlesen durfte. Sie durfte. Der Troll, seine Schwester und ganz besonders Amelie und Ilona freuten sich. Wie wird es wohl bei der nächsten Klassenarbeit sein?