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Schülermedienpreis

Wie aus einem kleinen Film ganz

großes Kino wird


Maya Daub erhält für ein Unterrichtsprojekt den baden-württembergischen Schülermedienpreis

27.07.2020

 

von Helga El-Kothany

 

Heiß ist es am späten Montagnachmittag im „Amphitheater“ des Zabergäu-Gymnasiums. Fröhliche, bunte Lampions, Blumen, Snacks und Getränke unter Einhaltung aller Hygienevorschriften – alles wird von Kameramann Oliver Kirschig von allen Seiten auf ein Video gebannt. Und obwohl kein Unterricht mehr stattfindet, sind alle Französisch-Schüler der Klasse 7b von Annette Schuh, der Initiatorin des Unterrichtsprojekts,  sowie Klassenlehrerin Sarah Jenz,  Schulleiter Michael Kugel und die Eltern der Preisträgerin Maya Daub anwesend.
Maya bekommt den Schülermedienpreises der Initiative Kindermedienland der Landesregierung Baden-Württemberg überreicht, der seit zehn Jahren vergeben wird. 
Ulrike Karg, die Leiterin der Geschäftsstelle, macht es spannend. Sie hat so einige Überraschungen für Maya im Gepäck, die über ihren Preis noch gar nichts weiß.
Ziel der Initiative ist der kompetente und kreative Umgang mit Medien, zu wissen, wie sie funktionieren und sie sinnvoll einzusetzen. Bei dem offenen Wettbewerb sind 90 völlig unterschiedliche Beiträge eingereicht worden, die in zwei Altersgruppen gewertet werden. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der Maya auch gratuliert – wegen Corona allerdings nur in einer Videobotschaft! Er beglückwünscht die jungen Menschen, die „etwas Eigenes und Besonderes geschaffen“ haben.
So wie Maya, die mit tollen Einfällen und Durchhaltevermögen bereits gegen Ende des letzten Schuljahres mit einem „unterhaltsamen und kurzweiligen Film“ - so das Urteil der Jurymitglieder – angefangen hat, der „das Lernen einer Fremdsprache und die Arbeit mit Medien optimal verbindet.“ Und der am Dienstag auch gezeigt wird.
Nach der Lektüre „Un Hamster au Collège“ sollte die Klasse den Inhalt filmisch und zeichnerisch umsetzen. Maya hat sich für ein Stop Motion Video in Legetricktechnik entschieden und dazu einen französischen Text verfasst, den sie begleitend im Film in der Rolle des Hamsters vorliest. Eine amüsante Geschichte des kleinen Nagers, der eine Schülerin in deren Rucksack in die Schule begleitet. Viel Ausdauer hat Maya dabei in die zahllosen Bildchen gesteckt, die gezeichnet, ausgeschnitten, bewegt und fotografiert werden mussten und schließlich animiert wurden. Und als alles zum großen Teil schon auf dem schuleigenen iPad abgespeichert ist, die Katastrophe: Es wird versehentlich in einer anderen Klasse gelöscht! „Erst wollte ich mit dem Film aufhören. Ich wollte gar nicht mehr weitermachen“, erzählt Maya. Aber sie hat durchgehalten, sich überwunden und im folgenden Schuljahr alles noch einmal von vorne angefangen. Wofür sie jetzt belohnt wird!
Gemeinsam mit Ulrike Karg darf sie eine Trophäe enthüllen, die sie nebst einer Urkunde erhält. Außerdem ist der dritte Platz, den sie erreicht hat, mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert! 
Ein tolles Schuljahrsende für Maya, die natürlich stolz und glücklich ist: „Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe.“