Vortragsabend „Bin kein Star, bin ich“!

Alle sind behindert, niemand ist perfekt.

 

Luca und Leon aus der 7a besuchten im Rahmen ihrer GFS einen Vortragabend. Sie berichten hier kurz über die Lesung von Doro und Jonas Zachmann.

Angefügt ist eine Präsentation zum Thema, die sie in der Klasse zeigten.

 

Danke euch beiden für euer Engagement!

 

Eure Deutschlehrerin

Gabriela Globisch-Ullmann

 

 

 

Vortragsabend „Bin kein Star, bin ich“, mit Doro und Jonas Zachmann, am 16.11.18 in Brackenheim

 

„Alle sind behindert, niemand ist perfekt“, das ist einer von Jonas’ Sprüchen. Jonas ist 26 Jahre alt, hat drei Schwestern, arbeitet in einer Schreinerei und wohnt in einer WG. Er liebt Döner und Pizza, tanzt gerne und schreibt Bücher mit seiner Mutter Doro Zachmann. Und er hat das Down-Syndrom. 

 

Beim Down-Syndrom ist das 21. Chromosom dreifach vorhanden, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21. Die betroffenen Menschen haben unterschiedliche Kombinationen von geistigen Behinderungen und körperlichen Fehlbildungen. Häufig kommen Herzfehler vor, wie auch bei Jonas. 

 

Am 16. November 2018 haben Doro und Jonas Zachmann ihr neues Buch „Bin kein Star, bin ich“ im Rathaus in Brackenheim vorgestellt. Das Buch handelt vom turbulenten Leben in der Familie Zachmann, wie bereits drei weitere Bücher von Doro Zachmann.

 

Der Vortragsabend war sehr gut besucht, über 100 Zuhörer sind gekommen. Doro und Jonas haben abwechselnd aus dem Buch vorgelesen und erzählt und es wurden Bilder gezeigt. Die beiden haben uns Zuschauer zum Lachen und auch zum Nachdenken gebracht. Doro und Jonas Zachmann erzählen den Zuhörern von Erfahrungen, Problemen und Sorgen aus ihrem Leben. Ihr Leben ist nicht immer einfach, aber wie die Familie damit umgeht, kann anderen Betroffenen Mut schenken. Und eigentlich kann sich jeder eine Scheibe abschneiden von der zuversichtlichen und lebensfrohen Art der beiden. „Mich interessiert nicht, ob ich Behinderung hab. Das ist unwichtig“, „Bin ok so, nix tut weh bei mir“, viele Aussagen von Jonas zeigen, dass er sich selbst so akzeptiert, wie er ist. Er liebt sich selbst. Seine Einstellung hat uns begeistert. 

 

Der Abend war abwechslungsreich. Neben den Erzählungen und Bildern gab es auch musikalische Unterhaltung: Timo Stahl aus Brackenheim, der auch mit dem Down-Syndrom geboren wurde, hat mehrfach auf seiner Harfe vorgespielt. Am Ende des Vortrags hat Jonas als Überraschung noch ausgelassen auf der Bühne getanzt und alle Zuschauer haben begeistert dazu geklatscht. Im Anschluss gab es noch einen Steh-Empfang mit Snacks und Getränken. 

 

Im Rahmen unserer GFS-Arbeit konnten wir sogar noch ein kleines Interview mit Jonas und Doro Zachmann führen. Wie schon während dem ganzen Abend waren die beiden sehr sympathisch und nett. Man spürt, dass die beiden eine sehr enge und tolle Verbindung haben. Auch wenn Jonas mittlerweile „keinen Bock“ mehr hatte und lieber wieder ins Hotel wollte, fanden wir es spannend, die beiden noch persönlich zu treffen.