Bracki soll die Herzen erobern

Wirtschaftskurs des Zabergäu-Gymnasiums startet ambitioniertes Projekt

„Heute besprechen wir, wie wir den „Bracki“ in der Stadt bekannt machen wollen“, eröffnet Shannon Haas die Sitzung dieser Woche. Er ist Vorstandsvorsitzender der Schülerfirma BraMa Promotions, die im Rahmen des JUNIOR-Projekts des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gegründet wurde, und somit für ein Jahr „Chef“ seiner 16 Mitschüler des Wirtschaftskurses 1 vom Zabergäu-Gymnasium Brackenheim. Das Interessante daran ist, dass tatsächlich echtes Geld eingenommen und ausgegeben wird, denn durch den Verkauf von Geschäftsanteilen zu Beginn des Schuljahres kam ein Startkapital von 900€ zusammen, das durch die Unterstützung zahlreicher Unternehmen aufgestockt werden konnte. In die vier Abteilungen Marketing, Verwaltung, Finanzen und Technik aufgeteilt machen sich die Schüler daran, den „Bracki“ so schnell wie möglich in die Läden zu bringen. Getreu dem Stadtwappen wird das neue Maskottchen Brackenheims ein Plüschtier in der Form eines Hundes sein, auf dessen  rotes Halstuch die Wappen der Kernstadt und aller Stadtteile aufgedruckt werden. Im Moment befindet sich das Tier in Produktion. Der Verkaufsstart soll Anfang Juni sein. Dann wird es den „Bracki“ in einem Karton, auf dem die Logos der Firmen zu sehen sind, die BraMa Promotions unterstützen, an mehreren Stellen in Brackenheim zu kaufen geben.

„Der Hund bekommt die Farbe Ockerbraun“, gibt Irma Muratovic, Abteilungsleiterin der zuständigen Technikabteilung, genauere Auskunft über das Aussehen des Produkts. Nach eigenen Vorgaben lassen die Schüler das Tier individuell für sich herstellen – die 300 Exemplare des 15 Zentimeter großen Kuschelhundes sind also absolut einzigartig, ebenso wie die Idee selbst: „Auf der JUNIOR-Website haben wir keine andere Schülerfirma mit ähnlicher Geschäftsidee entdeckt“, sagen die Schüler stolz. Daher können sie sich nun berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim Landeswettbewerb Baden-Württemberg machen, und auch die betreuende Lehrerin Anke Hertner ist davon überzeugt, dass die Geschäftsidee bei der Jury gut ankommen wird.

Doch auch der Verkaufserfolg ist wichtig für das Unternehmen, da die Anteilseigner am Ende des Jahres ihr Geld zurückbekommen sollen. Das Startkapital muss also unbedingt wieder eingenommen werden. Sollten alle Tiere verkauft werden, so würden natürlich auch die „Aktionäre“ davon profitieren, denn schließlich werden sie, wie in einer echten Firma, am Gewinn beteiligt.

 

Tim Assheim