Regionales und Internationales für den großen und kleinen Hunger

Wirtschaftskurs des Zabergäu-Gymnasiums stellt Friedlinde Gurr-Hirsch sein Kochbuch-Projekt vor

„Kochbücher gibt’s wie Sand am Meer.“ Dessen ist sich der Wirtschaftskurs von Gabriela Globisch-Ullmann durchaus bewusst. Dennoch haben sich die zwölf Schülerinnen und Schüler entschieden, in einer zusätzlichen Arbeitsgemeinschaft und unterstützt von „Junior“ des Instituts für deutsche Wirtschaft Köln, ein Kochbuch auf den Markt zu bringen, das sich natürlich von den gängigen Angeboten unterscheiden muss, um Erfolg zu haben. Anlass für Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, dem Kurs am Montagmorgen einen Besuch abzustatten, um das Vorhaben der Schüler kennenzulernen und ihnen auch wertvolle Informationen über Verbraucherschutz, Ernährung und Nachhaltigkeit zu geben.
„So kocht unser Zabergäu“ lautet der Titel des aufwendigen Projekts, das die Vielfalt der hier lebenden Menschen widerspiegeln soll. Dazu knüpften die Schüler Kontakte zu Einheimischen und heimisch Gewordenen, Hausfrauen, Restaurantbesitzern, Hobbyköchen. Die oft handschriftlich eingereichten Rezepte werden jetzt bearbeitet und ins Layout eingepasst.
„Für d’große Hunger“, „Für d’kloina Hunger“, „Kaffeepäusle“  - das Schwäbisch für die unterschiedlichen Kapitel klingt heimelig, aber die Rezepte sind nicht nur regional.
Auflockerung erfährt das Buch durch Bilder, Texte von und über Sponsoren und Köche, außerdem soll es Platz bieten, die Sammlung mit eigenen Rezepten zu ergänzen.
Bewusst verzichten die Schüler auf Werbung in sozialen Medien und geben Plakaten und Flyern vor Ort den Vorzug. Auch gedruckt wird das Buch „regional“, von der Firma Ricoh in Brackenheim, einem offiziellen Partner des Zabergäu-Gymnasiums.
„Kochen mit frischen Zutaten“ – das ist seit Jahren ein Anliegen der Schule sowie von Friedlinde Gurr-Hirsch, die darüber berichtet, wie die regionale Landwirtschaft vom Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz unterstützt wird. Bei der zertifizierten „Hofläden BW-App“ haben sich bereits 700 Unternehmen angemeldet, und an „Schmeck den Süden. Baden-Württemberg“, einer gemeinschaftlichen Absatzförderung für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel, können sich landwirtschaftliche und gastronomische Betriebe beteiligen. Die MBW Marketinggesellschaft sorgt dafür, dass traditionelle Spezialitäten wie schwäbische Maultaschen, Filderkraut oder die Schwarzwaldforelle als Originale vor Missbrauch geschützt sind. Die Themen passen zu den neuen Unterrichtsinhalten, „Die Rolle des Staates in der Wirtschaft“, mit denen sich der Kurs noch in diesem Schuljahr beschäftigen muss.
Zur FBW Fördergemeinschaft für Qualitätsprodukte aus Baden-Württemberg und total auf Nachhaltigkeit eingeschworen gehört das Weltunternehmen Ritter Sport, zu dem der Kurs Ende Juni eingeladen ist und das auch zwei Dessertrezepte für das Kochbuch beigesteuert hat. Ein Besuch des Landtags – mit Kochbuch - ist ebenfalls anvisiert.
Voraussichtlich ab Mitte Mai ist das Buch in örtlichen Geschäften und in der Schule erhältlich.  el