Zabergäu-Gymnasium und die Firma SCHUNK kooperieren

Ab dem Schuljahr 2010/11 kann das Zabergäu-Gymnasium seinen NwT-Schülern etwas ganz Besonderes bieten. In einem fünf­wöchigen Projekt bauen die NwT-Klassen der Jahrgangsstufe 10 von November bis Dezember einen elektronischen Würfel. Vom Platinenlayout über das Ät­zen der Leiterplatten bis zum Einlöten des letzten Widerstan­des können sie ihr Produkt indi­viduell gestalten.

Möglich wird das alles durch eine Kooperation mit dem Unternehmen SCHUNK aus Lauffen. Fünf Auszubildende aus dem Bereich Elek­tronikgerätebau bringen unseren Schülern die nötigen Kenntnisse im Platinenlayout-Programm „EAGLE“ und die elektronischen Grundlagen bei.

In Kleingruppen zu etwa 15 Schülern lernen sie zunächst, wie man eine Vielzahl elektronischer Bauteile auf einer be­grenzten Platine unterbringt, ohne dass sich die Bahnen überkreuzen. Dann geht es an den Entwurf des eigentlichen Würfels. Das Prinzip: So lange ein Taster gedrückt wird, werden Spannungsimpulse erzeugt, die gezählt werden. Der Zähler zählt aber immer nur wiederholt von eins bis sechs und bleibt nach der Freigabe des Tasters zufällig auf einer Zahl stehen. LEDs zeigen das Ergebnis an. Nach der Umsetzung der Module „Impulserzeugung“, „Zählen“ und „Darstellen“ in einem Schaltplan steht die Entwicklung eines  individuellen Platinenlayouts auf dem Plan.

Unter den staunenden Augen der Fachlehrer arbeiten sich die Schüler mit viel Elan in das Projekt ein und bleiben auch dabei, wenn die Schaltpläne komplexer werden.

Noch vor Weihnachten sind für die Gruppen jeweils zwei Projekttage im Ausbildungs­betrieb der Firma SCHUNK angesetzt, an denen sie ihre Planun­gen durch Ätzen, Bohren, Löten, Fräsen und Schrauben in die Realität umsetzen werden.

An Weihnachten halten die Schüler dann ihr fertiges Pro­dukt und damit ein potentielles Weihnachtsgeschenk in den Händen. Gleichzeitig haben sie aus erster Hand das Berufsbild des Elek­tronikgerätebauers kennen gelernt, das sie in ihren Pla­nungen nach dem Abitur in Form einer Ausbildung oder eines dualen Studiums berücksichtigten können.

 

Tobias Langer