"Schule aus - und dann?!"

18. Juli 2014

 

Am Freitag fanden die diesjährigen Gespräche zur Berufsorientierung für die Schüler der Klassenstufen 10 und 11 statt. Insgesamt haben sich 53 Experten bereit erklärt, den angehenden Abiturienten aus erster Hand ihre Berufe und Studienrichtungen näherzubringen, um ihnen konkrete Impulse und Tipps für ihren Berufs- und Studienwahlprozess  liefern zu können.

„Ein Mensch, eine Person die mich real beraten kann, dass ist viel mehr wert als alle Internetrecherchen zusammen!“ So brachte es ein Schüler der Jahrgangsstufe auf den Punkt und beschrieb damit indirekt auch eines der großen Probleme vieler Abiturienten: Wie ist es möglich bei der Vielfalt der Angebote, die jungen Menschen heute offenstehen, die Tätigkeit zu finden, die die individuellen Bedürfnisse und Wünsche am besten befriedigt und erfüllt?

Den inhaltlichen Einstieg in die Gespräche zur Berufsorientierung lieferte David Sensi, selbst ehemaliger Schüler am ZGB und heute wieder im Zabergäu und Marketingleiter bei Radio Ton, mit seinem lebendigen und sehr schülernahen Vortrag „Beruf und/oder Berufung - wer bin ich und was will ich eigentlich?“ Er versuchte den jungen Zuhörern die Angst vor dem Spagat zwischen materiellen Bedürfnissen und Selbstverwirklichung zu nehmen und betonte den Wert jedes einzelnen, individuellen Weges.

In Kleingruppen legten die  Referenten anschließend ihren Werdegang und ihre berufliche Tätigkeit dar. Angeregt diskutierten die Schüler mit den Experten und holten sich so manchen hilfreichen Tipp aus erster Hand.

Besonders den jüngeren Experten, ehemaligen Schülerinnen und Schülern der letzten Abiturjahrgänge, die über ihr Studium oder ihre berufliche Ausbildung Auskunft geben konnten, galt ein besonderes Interesse. So berichtete beispielsweise Juliane Blatt mit viel Begeisterung und großem Materialfundus über ihr duales Studium für den gehobenen diplomatischen Dienst beim Auswärtigen Amt und Philipp Gerhäusser konnte vielen gespannten Zuhörern aus der Tätigkeit für die Bundespolizei berichten.

„Es lohnt sich auf jeden Fall total!“, so lautete das Feedback eines Schülers bereits nach der ersten Gesprächsstation. Es zeigt sich, dass sich die tolle Arbeit des engagierten Organisationsteams des Elternbeirats um die Vorsitzende Martina Reese auszahlt. So manchem Schüler wird die zukünftige Berufswahl nun vielleicht ein bisschen leichter fallen.

Ein herzliches und riesengroßes (!) Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Experten, die zum Teil eine lange Anreise in Kauf genommen, Urlaubstage geopfert und sich viel Zeit genommen haben, um die Gespräche zur Berufsorientierung auch dieses Jahr wieder realisieren zu können!

(Si)

 

 --> Bericht der Heilbronner Stimme