Dr. Klaus-Peter Geigle vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am ZGB

Am Dienstag den 15.05.18 gingen die Impulse-Veranstaltungen am ZGB in eine neue Runde. Als Gast durften wir Dr. Klaus-Peter Geigle,  Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), begrüßen. Obwohl es für den Wissenschaftler eine neue und ungewohnte Situation war, vor einem Publikum aus Nicht-Wissenschaftlern einen Vortrag über seine Arbeit zu halten, gestaltete er ihn anschaulich, aber trotzdem mit dem nötigen technischen Hintergrundwissen.

Geleitet wurde das Gespräch von vier Schülern (Tim Schaul, Liam Grätz, Johannes Domin und Rebecca Döbler) des Neigungskurses Physik. Nach einer kurzen Vorstellung des Gastes präsentierte Herr Geigle den anwesenden Schülern und Lehrern seine Forschung und gab einen Einblick in seine Arbeit am DLR. Seine Forschung besteht darin, Verbrennungsprozesse in Form von rußenden Flammen in Turbinen zu analysieren. Mit Hilfe von präzisen Lasermessverfahren können die dabei entstandenen Produkte, wie z. B. Rußpartikel, untersucht werden. Dabei ist eine seiner Hauptbeschäftigungen die Analyse von Messdaten, um daraus entsprechende Schlüsse zur Optimierung der Verbrennung zu ziehen. Um an möglichst genaue und aussagekräftige Informationen zu kommen, müssen die Wissenschaftler sehr exakt und aufmerksam arbeiten und ihre Prozesse ständig optimieren.

Für Dr. Klaus-Peter Geigle war bereits in der Schulzeit klar, dass er später in natur-wissenschaftlichen Bereichen arbeiten wollte. Der Entschluss sich auf die physikalische Chemie zu spezialisieren, kam dann in seinem Studium. Seit dem Abschluss seines Studiums arbeitet er beim DLR und befasst sich seither mit der Verbrennungsdiagnostik in der Luft- und Raumfahrt. Auch wenn ein Teil der Forschung sich lediglich auf die Grundlagenforschung bezieht, machte Herr Geigle klar, dass der Zusammenhang mit der Wirtschaft größer ist als zum Teil angenommen. Neben staatlichen Finanzierungen gilt die Industrie als einer der größten Geld- und Auftragsgeber des Instituts.

Somit ist die Forschungsarbeit oft nicht nur theoretisch, sondern vielmehr auf die tatsächliche Weiterentwicklung der entsprechenden Prozesse und Produkte bezogen. Deshalb gehen die zu erforschenden Themen in diesem Gebiet auch (noch) nicht aus, so  Dr. Geigle, und in naher Zukunft scheint ein so drastischer Umstieg der Antriebsart bei Flugzeugen, wie es ihn z. B. in der Automobilindustrie gegeben hat, nicht absehbar. Auf Grund der immer aktueller werdenden Problematik der Luftverschmutzung durch den Verkehr und den damit verbundenen Zusammenhang mit dem Klimawandel ist der Bedarf an Forschungen in diesem Bereich für die Zukunft unumgänglich.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Dr. Geigle dafür, dass er sich die Zeit genommen hat für seinen sehr interessanten Vortrag und die anschließende Diskussionsrunde.

(Liam Grätz, J1)