"Der Geizige" von Molière

14./15. Juli 2016

 

Eine beeindruckende Aufführung der Theater-AG des ZGB

 

14./15. Juli 2016

 

Seit vielen Jahren werden am ZGB von der Theater-AG mit wechselnden Besetzungen im Laufe der Schuljahre düstere und heitere, ernste und lustige Stücke zur Aufführung gebracht. Das diesjährige Projekt der Theater-AG „Der Geizige“ des französischen Dramatikers Molière (eigentlich Jean-Baptiste Poquelin, 1622-1673) knüpft nahtlos an den Erfolg vergangener Aufführungen an.

In den vergangenen Monaten haben die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler unermüdlich den Text gelernt und unter den kritischen Augen von Sarah Jenz und dem als Schwangerschaftsvertretung eingesprungenen souveränen Welf Schoch geprobt, geprobt und wieder geprobt.

Am Freitag, dem 15. Juli 2016, war es dann endlich soweit: Der Termin der ersten großen Aufführungen war da, das Premierenfieber grassierte und Anspannung und Nervosität erreichten bei allen Beteiligten einen Höchststand!

Das Brackenheimer Bürgerzentrum war perfekt vorbereitet, das fantastisch schön und leicht anmutende Zelt-Bühnenbild der kunstschaffenden Schüler um Sybille Proksch war aufgebaut und die Technik-AG hatte auch den letzten Regler im Griff. In freudiger Erwartung saßen Familien und Freunde der Darsteller, Schülerinnen und Schüler, viele Lehrer und theaterinteressierte Bürger Brackenheims im leider nicht ganz ausverkauften großen Saal des Bürgerzentrums.

Pünktlich um 19:30 Uhr wurde es plötzlich ganz still: Die Scheinwerfer verwandelten die Bühne des Bürgerzentrums in die Wohnung des „Geizigen“, spartanisch eingerichtet, altmodisch und doch stilsicher unserer modernen Zeit angepasst, und endlich begann die von allen an der Theater-AG beteiligten Schülerinnen und Schülern heiß ersehnte und mit Bangen erwartete Vorstellung.

Erzählt wurde die Geschichte des reichen und über alle Maßen geizigen Pariser Bürgers Harpagon (grandios verkörpert von der überragenden Heike Petzold und von Chiara Lang). Ist das Original Moliére´s noch im Frankreich des 17. Jahrhunderts angesiedelt, so hatte die grandios aufspielende ZGB-Theatertruppe ein zeitloses, hochmodernes Stück daraus gemacht.

Harpagon möchte seine beiden Kinder Cléante (einfach toll: Teresa Link und Philipp Treupel) und Élise (leidenschaftlich: Kathrin Haffinger und Hannah Robbig) möglichst kostengünstig verheiraten. Gleichzeitig hat der geizige Alte den Wunsch die für ihn eigentlich viel zu junge Marianne (souverän: Magdalena Weber und Marie Gimbel) zu ehelichen. Diese hat aber ein Verhältnis mit Cléante, Harpagons widerspenstigem Sohn, mit dem er sich oft streitet – es geht ums liebe Geld. Und auch mit seiner Tochter Élise kommt der Geizige nicht klar: Er will sie einem alten, aber reichen Italiener (ausgesprochen witzig: Ole Fischer) versprechen, sie allerdings hat eine Affäre mit Valère (überzeugend: Melissa Buttafuoco und Julian Hackl), dem Verwalter und Vertrauten ihres Vaters.

Und dann sind da noch die laszive, durchtriebene Heiratsvermittlerin Frosine (einfach toll und amüsant: Lenia Römer), der irgendwie allgegenwärtige La Flèche (toll: Malte Bartels), oder der Kutscher-Querstrich-Koch Jacques (Markus Busch und Luca Grewe),  die dem Stück mit ihrer Bühnenpräsenz den letzten Schliff geben.

Stück für Stück entstand auf der Bühne ein spannendes Wechselspiel aus hitzigen und amüsanten Dialogen mit mitreißenden (Liebes-) Irrungen und Wirrungen, das die Theater-schaffenden des ZGB durch ihre Ausdauer und ihre darstellerischen Fähigkeiten in ein wahres Erlebnis für die zahllosen mitfiebernden Zuschauer verwandelten.  

WIR WOLLEN MEHR!

Großes Lob verdienen neben den hier namentlich hervorgehobenen Akteuren natürlich auch alle anderen Schauspielerinnen und Schauspieler und all die vielen Helfer der Bühnenbild-AG, unsere Requisiteure, unsere souveränen, kamerascheuen Technik-Experten und die zuverlässig soufflierende, stets unsichtbare Sofie Weber. Allen Beteiligten HERZLICHEN DANK!

 

Text und Bilder: Si

 

 


Die hier veröffentlichten Bilder stammen von der Aufführung am 15. Juli (Fr.).

 

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Beteiligte: