Golf

Golf, ist das nicht etwas für ältere Herren, die für „richtigen“ Sport nicht mehr fit genug sind? Dreizehn Jungen (und kein einziges Mädchen!) aus der 6. und 7. Klasse schienen da ganz anderer Meinung zu sein. Jedenfalls blickten sie voller Erwartung der Projektleiterin (!) Madita Haas (Klasse 10a) entgegen, um sich von ihr in die Grundlagen dieser Sportart einführen zu lassen.

Madita beeindruckte von Anfang an schon durch das umfangreiche Inventar, das sie da anschleppte: eine seesackgroße Reisetasche mit ca. 20 Schlägern, mindestens 50 Bällen, dazu Abschlagplatten, Wimpel und Fahnenstangen und anderes Zubehör.

Doch zunächst wurden theoretische Grundkenntnisse vermittelt, die jeder Golfspieler auf dem „Grün“ parat haben muss: Anhand von Plankarten wurde der Aufbau eines Golfplatzes erläutert, die Signaturen wurden erklärt, die Schwierigkeiten der einzelnen „Löcher“, die ja erst den Reiz des Sports ausmachen, besprochen. Anschließend durften die Schüler in kleinen kreativen Teams ihre eigenen individuellen Golfplätze nach ihrer Idealvorstellung planen und zeichnen; man darf darauf gespannt sein, wann und wo diese einmal wirklich angelegt werden. Die Namen für diese Anlagen existieren jedenfalls schon.

Zur weiteren theoretischen Grundausbildung gehörten kurze Filmvorführungen aus dem Leben des Golfers. Diese führten amüsante Missgeschicke vor, wie beispielsweise ein Spieler mit einem allzu schwungvollen Schlag zwar nicht den Ball traf, aber sich selber ins Wasser beförderte. Aber auch echte Highlights waren zu sehen, nämlich unglaubliche Treffer aus eigentlich aussichtsloser Position.

Nach diesem Motivationsschub ging es endlich für den praktischen Teil ins Gelände. Hier wurden, um gleich mehrere Techniken einüben zu können, verschiedene Trainingsstrecken angelegt: Auf mehreren Feldern wurden Präzisionsschläge geübt, genaues Auge, ruhige Hand und viel Gefühl waren hier wichtig, um das mit Fahnenstange oder Bodenreiter markierte Ziel zu treffen. Das verlangte so manchem sehr viel Selbstbeherrschung ab. Etwas abseits (aus gutem Grund!) wurde der Weitabschlag trainiert, dabei gelang manchen Nachwuchstalenten von Anfang an Entfernungen von 25 Metern und mehr.

Wer weiß, ob nicht am Ende der Projekttage der eine oder andere „Blut geleckt“ und Lust bekommen hat, sich auch weiter mit dem Golfsport zu befassen. So viel dürfte jedenfalls allen Teilnehmern klar geworden sein, dass Golf nicht nur etwas für gemütliche Senioren ist, sondern eine echte sportliche Herausforderung darstellt.

Vielen herzlichen Dank an Madita für das tolle Projekt!