Studienfahrt der J1 nach Berlin 2018

Am Montagmorgen, den 9. Juli, machte sich die Jahrgangstufe 1 des Zabergäu Gymnasiums Brackenheim auf in Richtung Berlin. Mit unseren Lehrerinnen und Lehrern Frau Haag, Frau Wahlers, Herr Bethke und Herr Holzwarth sowie unserem äußerst amüsanten Busfahrer Ali Baba kamen wir dort gegen 17 Uhr am Hotel an.

Schon abends verbrachten einige in geselliger Gemeinschaft ihre Zeit im Park mit diversen Getränken, andere erkundeten das nicht existente Montag-Nachtleben von Berlin. Der Dienstag begann mit einer eindrucksvollen Stadtrundfahrt und wurde nachmittags mit einer Besichtigung der Gedenkstätte einer Haftanstalt der Stasi fortgesetzt. Es wurden Zellen aus verschiedenen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts besichtigt, vor allem die Zellen aus den späten 40ern und frühen 50ern waren sehr beklemmend. Die Führung durch diese Gedenkstätte war allerdings eher peripher tangierenden. Trotz allem wurde uns vor Augen geführt, mit was für einem menschenverachtenden Regime die Deutschen in der DDR zu kämpfen hatten. Mittwochs hatten wir Schüler vormittags die Wahl zwischen der Erkundung des Deutschen Historischen Museums, des Naturkundemuseums oder einer Denkmaltour. Nachmittags konnten wir uns dann zwischen der Holocaust-Gedenkstätte oder dem Spionagemuseum entscheiden.

Ein weiteres Berlin-Highlight war der Besuch einiger Schüler auf der Fanmeile am Brandenburger Tor bei dem WM-Spiel Kroatien - England sowie das Feiern mit unseren Lehrerinnen in einer Karaoke Bar bis spät abends.

Am Donnerstag schon früh morgens begaben wir uns, noch von letzter Nacht beeinträchtigt, zum Bundestag. Trotz Müdigkeit genossen wir einen äußerst interessanten Vortrag unseres Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger, welchem wir darauf auch Fragen stellen durften. Es ging um Themen, wie die AFD und wie diese die politische Debatte nach rechts verschoben hat, die deutsche Wirtschaft und große sportliche Ereignisse, die in der Zukunft in Deutschland geplant sind. Daraufhin kämpften wir uns durch einen eher lethargischen und wenig in die Tiefe gehenden Vortrag im und um den Reichstag. Es kamen überwiegend grundlegende Aspekte, die uns Schülern bereits aus dem Unterricht bekannt waren, zur Geltung, wie zum Beispiel das System und deren Funktionalität unserer Demokratie, aber auch wie die Abgeordneten zusammenarbeiten.

Den Nachmittag verbrachten die meisten Schüler dann mit regenerieren, bevor wir uns abends beim Billard spielen mit unseren Lehrern gebattelt haben. Freitag morgens, nach einer erneut langen und anstrengenden Nacht, kapitulierten in Folge von vier imposanten Tagen in Berlin die ersten Körper auf der Rückfahrt ins Zabergäu. Sowohl Schüler, als auch Lehrer nutzten die Gelegenheit um etwas Schlaf nachzuholen.

 

(von Samuel Röbbig und Johannes Domin)