„Am Samstagabend habe ich die Schulzeit mehr als sonst vermisst“

Drangvolle Enge, fröhliches Lachen, supergute Laune bei „Saitenwürschtle“, Maultaschen, Kartoffelsalat und einem oder zwei Gläschen Wein, über 600 Gäste zwischen 18 und 80 in angeregte Gespräche vertieft! Und das in einer SCHULE?
Zum zweiten Mal hat der Förderverein des Zabergäu-Gymnasiums im Abstand von 5 Jahren zum Ehemaligentreffen aller Abiturienten eingeladen. Zu feiern gibt es den 35.Abi-Jahrgang, das 40-jährige Bestehens des „Vereins der Freunde und Schüler“ des ZGBs – und natürlich das Wiedersehen mit Klassenkameraden und einigen ehemaligen Lehrern.
Auf dem Schulhof herrscht ein reges Suchen, Finden, Wiedererkennen, nur kurz unterbrochen von der offiziellen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Bernhard Gärttner und Dr.Kay Weidenmann, den 1.Vorsitzenden des Fördervereins. Dann kann das fröhliche/glückliche/überraschte Bussi-links-Bussi-rechts oder wahlweise freundschaftliche Umarmen weitergehen. „Basislager“ vor allem der älteren Jahrgänge werden errichtet, damit man sich auch findet, falls man sich womöglich nicht mehr erkennt – schließlich haben die ältesten Besucher bereits 1977 ihr Abitur bestanden, und viele Ehemalige sind aus allen Teilen Deutschlands, einige sogar aus dem Ausland angereist. Selbst Catherine, eine der ersten französischen Austauschschülerinnen, ist aus Lyon gekommen.
Nachdem die Schule in den letzten Jahrzehnten mehrfach umgebaut und vergrößert wurde, schließen sich viele einer Führung durch das Schulhaus an – „Haha, wozu brauchen Lehrer einen Stillarbeitsraum?“ - oder unternehmen auf eigene Faust eine „Gedächtnistour“, Jüngere „chillen“ - wie gestern? – im Oberstufenraum. Selbst nach vielen Jahren erinnert sich so mancher Ehemalige an die Gerüche in bestimmten Räumen, mulmige Gefühle können für Sekunden hochkommen bei Gedanken an längst geschriebene Klausuren oder spitzbübische Freude wegen „verjährter“ Streiche!
Zurück in der Menge der alten Freunde und Bekannten ist das schon wieder Vergangenheit. Adressen werden ausgetauscht, Klassentreffen ins Auge gefasst, und als die letzten Gäste mehr nolens als volens ihr trautes Beisammensein abbrechen und das Schulhaus verlassen müssen, ist Mitternacht schon lange vorbei – und man setzt den schönen Abend, der bereits einem schönen Morgen weicht, an anderer Stelle fort.
Sicher vermissen nicht alle Ehemaligen die Schule so wie die anfangs zitierte Studentin, aber man kann sich in ihr sehr wohl fühlen – zumindest einmal alle fünf Jahre. Hoffen wir auf ein glückliches Wiedersehen 2017!

Zwei Veranstaltungen des Fördervereins an einem Tag kosten viel Vorbereitung und Kraft und sind nur möglich, weil viele Eltern, Mitglieder des Vereins und Schüler der SMV tatkräftig mitgeholfen haben. Herzlichen Dank an alle!  (el)