Talentförderung durch die Kulturakademie der Stiftung Kinderland
Seit 2010 ermöglicht die Kulturakademie der Stiftung Kinderland (gefördert durch das Land Baden-Württemberg) ausgewählten talentierten Schülerinnen und Schülern an zwei Kreativwochen teilzunehmen, die ihnen Möglichkeit und Raum zur Selbstentfaltung geben sollen.
Gefördert wird in vier unterschiedlichen Bereichen: MINT, Kunst, Musik und Literatur.
Die von ihren Lehrern nominierten SchülerInnen nehmen an einem Auswahl-verfahren teil. Sie müssen dazu ein eigenes Projekt erarbeiten, welches von Experten geprüft wird. Letztlich findet die Auswahl unter über Tausend SchülerInnen statt. Übrig bleiben jeweils 20 Talente pro Altersgruppe (6. bis 8. Klasse und 9. bis 11. Klasse) und Themengebiet.
Im Frühling 2025 erhielt ich die Möglichkeit, mich Mithilfe meines Projektes über Moose und Flechten für die Teilnahme am Programm im MINT-Bereich zu qualifizieren. Titel meiner Arbeit war „Analyse der Lebensräume von Moosen und Flechten an der Ostfriesischen Nordseeküste, einer Nordseeinsel und im eigenen Garten“. Im Juni erhielt ich die Zusage.
Betreut von der Firma Science & Technologie GmbH durften wir spannende Themenfelder bearbeiten:
In der ersten Kreativwoche in Freiburg – der letzten Sommerferienwoche 2025 – programmierten wir mit Arduino einen Marslander. Hierbei spielten Vorkenntnisse keine Rolle, Teamarbeit war entscheidend. Im Mittelpunkt stand die Förderung / Bildung des Wissens.
Ein Ausflug in das Planetarium des Max-Planck-Instituts in Heidelberg und das Mikroskopieren von Flechten und Moosen mit professionellen Utensilien bildeten ein abwechslungsreiches Programm.
In der zweiten Kreativwoche in den Faschingsferien 2026 war der zweitägige Besuch im CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) in Genf ein einmaliges Erlebnis. Die erst kürzlich im Unterricht behandelte Kernphysik konnten wir jetzt in der realen Verwendung und Forschung entdecken. Die auf uns angepasste Führung mit Erklärungen ermöglichte einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag und die Projekte der PhysikerInnen und IngenieurInnen am CERN.
Ein Workshop über Quantenphysik und Polarisation in Freiburg eröffnete ein weiteres Themengebiet.
An einem Tag in einem echten Labor (CIBSS) der Universität Freiburg konnte jeder von uns in einem von ihm ausgewählten Themenschwerpunkt experimentieren und zum Beispiel Immunzellen unter dem Laser analysieren, Gene in der DNA gezielt ausschalten oder winzige Moleküle unter dem Mikroskop sichtbar machen.
Während eines CanSaT-Workshops am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart erhielten wir die Möglichkeit, einen Satelliten zu bauen und später von einer Drohne zu starten. Trotz anfänglicher Schwierig-keiten, Kurzschlüssen und einer zerstörten Batterie konnten fast alle Satelliten erfolgreich starten.
Die zwei Kreativwochen das 16. Jahrgangs wurden mit einer Abschluss-veranstaltung in der Karl-Benz-Arena in Stuttgart beendet, bei der jede Gruppe ihre Projekte und die während der Kreativwochen aufgenommenen Videos präsentierte.
Diese Talentförderung überzeugt nicht nur hinsichtlich der persönlichen Weiterentwicklung sondern auch durch die Möglichkeit, unabhängig von eigenen finanziellen Mitteln, verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen und somit ein besseres Verständnis für die spätere Berufswahl zu entwickeln. Darüber hinaus können Kontakte und Freundschaften mit anderen – ähnlich interessierten – SchülerInnen entstehen, die durch jährliche Alumnitreffen aufrechterhalten werden (können).
Madeleine Börkel, 9a
- www.cibss.uni-freiburg.de/de/news/signalforscher-innen-fuer-einen-tag
- www.bwstiftung.de/de/service/veranstaltungsarchiv/abschlussveranstaltung-kulturakademie-2026
- https://home.cern/







