Eine unvergessliche Spanienfahrt (Schülerbericht)
Teil 1 von Elis Aytuğ (10c), Alexandra-Elisa Gheoghe (10c), Teil 2 von Jana Schmid (10a)
Im Rahmen des Erasmus+-Projekts besuchten 25 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe und der J1 mit Frau Jenz und Herrn Schäfer vom 15.06. bis zum 22.06.2026 unsere langjährige Partnerschule in Peñafiel (Spanien).
Nach der Reise per Flugzeug und Bus wurden wir in der zu einem Kloster gehörenden Jugendherberge herzlich von dem Herbergsvater José María empfangen. Nachdem sich alle in den Zimmern eingerichtet hatten, gab es am ersten Tag eine kleine Stadtführung durch Peñafiel. Am nächsten Tag ging es schon in die Schule, wo sich zuerst die spanischen und deutschen Schüler-innen und Schüler kennenlernen konnten. Um das Kennenlernen zu fördern, hatten die Lehrer Kennenlernspiele vorbereitet, dank derer die Teilnehmenden aus beiden Ländern schnell miteinander ins Gespräch kamen und sich gut verstanden. Trotz der Sprachbarriere wurden schnell Freundschaften geschlossen. Anschließend wurde das Erasmus+-Projekt „Nachhaltiger Wein-bau im spanischen Duerotal“ vorgestellt. Daraufhin bildeten wir zusammen mit den spanischen Teilnehmenden mehrere Arbeitsgruppen. Jede Gruppe durfte ein Unterthema auswählen und sammelte im Laufe der Woche Informationen, um schließlich ein E-Book darüber zu erstellen. Wir arbeiteten nicht nur fleißig am Projekt, es gab auch ein volles und kreatives Programm. Durch die Aktivitäten im Programm konnten wir sowohl die spanische Kultur und verschiedene Städte erkunden als auch Informationen zum Projekt sammeln. Wir besuchten verschiedener Weingüter, unter anderem Familien-unternehmen und das bekannteste Weingut der Region, die Winzergenossen-schaft Protos. Obwohl es ein volles Programm gab, hatten wir auch genügend Freizeit und konnten selbständig unsere Zeit gestalten. Als es Zeit war für den Abschied, wurden alle ziemlich emotional, sodass es uns schwerfiel, uns von den Spaniern zu verabschieden.
Das Erasmus+-Projekt war ein voller Erfolg. Die Reise war nicht nur produktiv und lehrreich, sondern auch eine wertvolle Erfahrung, aus der wir viel mit-nehmen konnten. Wir haben neue Einblicke gewonnen, interessante Menschen kennengelernt und viele schöne Erinnerungen gesammelt. Alle Teilnehmenden hatten viel Freude und waren mit dem Projekt sehr zufrieden. Diese Reise wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und war für uns eine unvergessliche Erfahrung.
Nach einer arbeitsreichen Woche mit vielen Ausflügen und mit der Fertigstellung des Projekts der spanischen und deutschen Schülerinnen und Schüler stand jetzt das Wochenende bevor: Am Freitagnachmittag ging es mit allen zur Weinkellerei Protos, in der wir eine interessante Führung und am Ende kleine, leckere Snackteller und dazu Traubensaft der Kellerei bekommen haben.
Im Anschluss haben wir den Abend in Valladolid, der Hauptstadt der Region Castilla y Léon, verbracht, wobei uns einige der spanischen Schülerinnen und Schüler begleiteten. Nach ein wenig freier Zeit zum selbstständigen Erkunden der Stadt und einer informationsreichen Stadtführung, natürlich auf Spanisch, gab es dort ein typisch spanisches Abendessen in der Tapas-Bar
"Hasta la peineta", bevor es wieder mit dem Bus zurück nach Peñafiel ging.
Der Samstag begann für die deutschen Schülerinnen und Schüler direkt mit einer zweistündigen Busfahrt in die wunderschöne, historische Universitäts-stadt Salamanca, an deren Universität heute noch bis zu ungefähr 18.000 Studenten pro Semester studieren. Schon während des gemeinsamen Laufens durch die Altstadt und einer kleinen Shoppingtour durch die Straßen von Salamanca fiel vielen die tolle und imposante Architektur jeglicher Gebäude auf, zu der wir im Folgenden bei einer Stadtführung, dieses Mal auf Deutsch, interessante Fakten erfahren konnten. Das Highlight des Ausflugs jedoch war die Plaza Mayor im Zentrum von Salamanca: Ein gigantischer Platz umrandet von großen Gebäuden, mit vielen kleinen Cafés und Souvenirläden. Dieser Platz diente 2008 teilweise als Kulisse für den Action-Film „8 Blickwinkel“ und macht Salamanca neben der Kathedrale von Salamanca und vielen andere bewundernswerten Sehens-würdigkeiten für viele zu einer der schönsten historischen Städte Spaniens.
Den letzten ganzen Tag in Spanien, den Sonntag, haben wir in der Stadt Segovia verbracht, die mit dem Bus auch etwa eine Stunde entfernt von Peñafiel liegt. Segovia ist besonders bekannt für ihr altes Aquädukt mit beeindruckender Architektur, aber auch für ihre Burg, das Alcázar de Segovia, am Ende der Stadt mit wunderschöner Aussicht auf die spanische Landschaft und die schöne Kathedrale, die wir uns zusammen ausgiebig angeschaut haben. Zudem hatten wir auch wieder Zeit, um die Stadt selbst etwas zu erkunden und Souvenirs zu kaufen.
Zurück in Peñafiel haben wir den Abend mit einem Abendessen mit den spanischen Schülerinnen und Schüler und einer abendlichen Tour durch den Ort ausklingen lassen, bevor wir uns am nächsten Tag auf die Rückreise nach Brackenheim begeben haben.
Diese gesamte Woche und insbesondere das Wochenende war für alle Schülerinnen und Schüler eine tolle und sehr interessante Erfahrung: Wir bekamen viele neue Informationen über den Weinbau in dieser Region und auch viel Kulturelles und Historisches wurde uns bei den Führungen vermittelt, aber wir haben auch unsere Spanischkenntnisse verbessern können. Wir konnten viele schöne Erinnerungen mit neuen und auch bekannten Menschen schaffen und hatten somit eine unvergessliche Woche in Spanien.
Ein großes Dankeschön geht auch noch an Herr Schäfer, der diese Reise mithilfe des Erasmus-Programms ermöglicht und organisiert hat, aber auch an Frau Jenz, die eine unglaublich tolle Begleitung war. Diese beiden waren ein wunderbares Team und haben uns eine extrem schöne und spaßige Woche in Spanien ermöglicht.








