ZabergäuGymnasium Brackenheim
Schaltfläche zum Aktivieren von Google Translate

Suche

Kontakt

Abitur 2026

Ein kleines Jubiläum: der 50. Jahrgang feiert sein Abitur


Die Rennfahrermontur ist eingetauscht gegen superschicke Abendkleider bei den jungen Damen und lässig elegantes Outfit bei den jungen Herren. Nach zwölf Runden in unterschiedlichem Tempo haben 51 Abiturienten das erste Etappenziel mit dem Mabiokart geschafft.

Zeit, um mit Familien, Freunden, Lehrern, geladenen Gästen am vergangenen Freitag zu feiern und die Preise und Trophäen entgegenzunehmen. 
Abijahrgang 2026! Der 50. Abijahrgang am Zabergäu-Gymnasium. Der Jahrgang, der 2018 gemeinsam mit Schulleiter Michael Kugel an der Startlinie stand. Der wegen Corona auf so manche Schulaktivitäten verzichten musste.

Begrüßt werden die vielen Gäste im Bürgerzentrum musikalisch vom Mini-Musik-LK von Daniel Strasser, Cello, mit Penelope Litke, Klavier, Paul Godi, Geige, und Simon Kleinschrod, Trompete und Pachelbels „Kanon“, den sie vielleicht alle schon zu Beginn ihrer Musikkarriere im Unterstufenorchester gespielt haben. Nur auf einem anderen Niveau. 
Schulleiter Michael Kugel greift das Mabiokart-Abimotto auf, das Rennen, das die Schüler, begleitet von Fans an der Strecke und einer fürsorglichen Crew, gemeistert haben und dabei Ausdauer, Ehrgeiz, Teamgeist und Fairness bewiesen haben. Und natürlich auch ihren Spaß dabei hatten. Denn Spaß am Spiel mache laut Schiller den Menschen, den homo ludens, aus. Der Mensch sei nur da ganz Mensch, wo er spiele. Wo er im zweckfreien Spiel kreativ und frei sein könne. Wo er sich ausprobieren könne. „Fahrt jetzt euer eigenes Rennen verantwortlich mutig, menschlich!“ Danach überreicht er mit dem stellvertretenden Schulleiter Andreas Köplin die Zeugnisse und Preise. Letztere werden auch noch von den nachfolgenden Rednern vergeben.

„Bildung ist weit mehr als Wissensvermittlung. Sie geht über die Noten hinaus“, greift Bürgermeister Thomas Csaszar auf, was den Schülern neben all den Fächern in der Schule vermittelt wird, und wünscht den dynamischen, gut ausgebildeten und neugierigen jungen Menschen, dass sie als mündige Bürger ihre eigene Zukunft gestalten. „Demokratie braucht den ganzen Menschen“, verantwortungsvolle Menschen, zitiert er Theodor Heuss, gerade in schwierigen Zeiten. Brackenheim sei stolz auf sie und trage, was möglich ist, dazu bei, allen Schülern die beste Bildung zu ermöglichen. „Wahre Bildung beginnt dort, wo Menschen erkennen, dass Lernen niemals abgeschlossen ist“, zitiert der Bürgermeister ein weiteres Mal den ersten Bundespräsidenten und wünscht viel Erfolg auf der nächsten Etappe.

Die Elternbeiratsvorsitzende Katharina Strauch ist diesmal in doppelter Funktion auf der Bühne, nämlich auch als Mutter einer Abiturientin. Teils bewegt, teils humorvoll blickt sie auf die gerade zu Ende gegangenen Schuljahre zurück und spricht nicht nur den Schülern, sondern auch den Eltern ein großes Lob aus: „Wir haben’s gut hingekriegt.“ Als 50. Abijahrgang seien die jungen Menschen Teil einer langen Geschichte. Aber: „Heute schreibt ihr eure eigene Geschichte!“ 
In Vertretung des Fördervereinsvorsitzenden Lars Buchner gratuliert Helga El-Kothany den Abiturienten, besonders den beiden Abiturienten mit dem besten Notendurchschnitt, und erinnert in wenigen Worten die Zuhörer an die Entstehungsgeschichte des Vereins, dessen Ziel gewesen sei, das Progymnasium vor der Schließung zu bewahren. Entstanden sei ein Gymnasium, an dem vor 50 Jahren das erste Abitur abgelegt wurde.

Die wohl eigenwilligste Scheffelpreis-Rede der Schulgeschichte hält Yven Völzke. Eine Mischung aus tiefsinnigen Gedanken, Ironie, Zukunftssorgen, nicht unähnlich dem Namensgeber und „Kultautor“ Victor von Scheffel . Seine Überlegungen beendet er mit einem Auftrag: „Wir müssen uns trauen und eigene Ziele nicht aus den Augen verlieren. Und Ziele überdenken, wenn sie nicht mehr passen. Wir müssen Visionen schaffen!“

Nach der Vergabe aller Zeugnisse und Preise und einem unterhaltsamen musikalischen Beitrag beendet ein Umtrunk den festlichen Abend.   elk

BM Thomas Csaszar durfte einigen Abiturienten die Preise der Stadt überreichen.

Der Abiball – und ein überraschendes Bekenntnis

Nach Teil 1 der Abiturfeier am Freitag findet am Tag darauf der Abiball statt. Wieder im vollen Bürgerzentrum, diesmal mit liebevoll dekorierten Tischen, einem umfangreichen Menü, gecatert von „Flämmle“-Chef Matthias Zinser höchstpersönlich. 
Greta Schell und Nico Götz führen gut gelaunt durch ein buntes Programm. „Zurücklehnen, anschnallen, genießen!“ 
In Filmchen und Bildershows lassen sie die gerade zu Ende gegangene Schulzeit noch einmal Revue passieren. Die „Brackenheimer Harmonists“ singen ihr köstliches „Ich wollt‘, ich wär ein Huhn“, Videos der Mottowoche belegen die außergewöhnliche Kreativität und das kostümbildnerische Geschick der Abiturienten, denn ob Bambi, Bernd das Brot, die Schlümpfe, Schneewittchen und die 7 Zwerge oder Karl Marx - alle tauchen sie während der Woche auf. 
„Aus Chaos werden Erinnerungen“, kommentieren die beiden Moderatoren. Chaos im komplett zur Mario-Kart-Strecke verkleideten Schulhaus beim Abischerz, worauf das beste Lehrerfrühstück seit Jahren folgt. (Sympathiepunkte für die Abiturienten, wie Schulleiter Michael Kugel am Abend zuvor humorvoll sagte.)

Ein Novum: der Auftritt des Elternbeirats, der in verteilten Rollen die Etappen des Schullebens aufgreift. Mal witzig, mal ernsthaft, immer emotional. Und am Ende der Überraschungsknaller: Goldlametta aus Party-Poppern! 
Was nie fehlen darf: Nette Spielchen mit Lehrern wie Kinderbilder- oder Lehrerzitate-Erraten.

Eine Gaudi: der sportliche Tanz mit Gesang der Abiturienten samt einem von allen gesungenen „Happy Birthday“ zum 18. Geburtstag von Niklas Lehmann. Ein flotter Tanz der Abiturientinnen, viele in Abendkleid Nummer 2, der Zugabe!-Rufe herausfordert. 
Auch eine selbstkritische Nachlese der Moderatoren.

Langweilig sei es mit ihnen nie gewesen, aber es habe sicher Momente gegeben, die ihre Lehrer an ihrer Berufswahl zweifeln ließen. Doch dann, in J2, hätten viele gemerkt, was in ihnen steckt und Gas gegeben. 
Auffallend sind die vielen lieben, persönlichen, wertschätzenden Dankesworte samt Geschenken: für die Schulleitung, Lehrer, Sekretärinnen, Elternbeirat, Förderverein. „Und die vielleicht beste Seite der Schule, die Nummer 1 auf der Liste, der eigentliche Star der Schule, Hausmeister Timo Schrack!“ Applaus! 
Sie hätten mit Humor und Leichtigkeit die Schule hinter sich gebracht, ziehen die Moderatoren ihr Fazit. 
Und so möge es weitergehen! Alles, alles Gute auf dem Weg zum nächsten Etappenziel!    elk