Seminarkurs 2026: Präsentation
Kerzen sind nicht gleich Kerzen
Ein Seminarkurs wird zur Schülerfirma
Welchen Duft hätten Sie denn gerne? Süßlichen Honig oder Vanille? Erfrischende Minze? Oder eher exotisches Sandelholz oder gar den „Trüffel der Duftwelt“ - orientalisches Oudholz?
Die Gäste bei der diesjährigen Präsentation der Seminararbeiten der Jahrgangsstufe 1 letzte Woche im Mehrzweckraum des Zabergäu-Gymnasiums, Eltern, Lehrer, Schulleiter Michael Kugel und Bürgermeister Thomas Csaszar, haben die Qual der Wahl bei den bunten Duftkerzen in kleinen Gläschen, die die Schüler im Zuge ihrer Arbeiten produziert haben.
Nun kann man Kerzen so herstellen: Man sammelt Kerzenreste, schmilzt sie ein, nimmt ein Stück Docht und bringt das Wachs in Form.
Oder aber: Man gründet eine Junior-Schüler-Firma mit dem klingenden Namen SoulLight, generiert Startkapital durch Anteilscheine, benennt Vorstand und Abteilungsleiter für die Organisation, die Finanzen, das Marketing, die Produktion und muss sich innerhalb des Bereichs noch mit jeder Menge Fragen beschäftigen, die die neun Schüler des Kurses (das einzige Mädchen ist noch auf Klassenfahrt im spanischen Peñafiel) in ihren Präsentationen vorstellen. Dabei geht es bei Noah Müller um die Frage des Führungsstils, demokratisch oder autokratisch, aufgaben- oder mitarbeiterorientiert. Um Projektmanagement, Scrum- oder Kanban-Methode bei Moritz Korn. Marktanalyse und Preisberechnung bearbeitet Mika Andres. Die Rolle die Beschaffung und die Auswahl der Produktionsmittel für das Endprodukt untersucht Marian Bartl. Nando Fischer hat unter Jugendlichen und Erwachsenen für seine Untersuchung des Designs eine Umfrage gestartet. Ergebnis: Der Trend geht eindeutig zu roten Kerzen. Bei den Düften dominieren Vanille, Sandelholz und Orangen, aufsteigend nach Alter geordnet.
Tom Schrack ist dem sinnvollen Verhältnis von Qualität und Quantität einer Schülerfirma auf der Spur. Nils Dülsen geht der historischen und modernen Bedeutung der Kerzen für Menschen nach. Hannes Harsch untersucht Schwierigkeiten und Lösungsansätze beim Produktmanagement innerhalb einer Schülerfirma. Michael Werner beschreibt die Grundlagen und Vorteile des Social-Media-Marketings SMM.
Ein informativer, durchaus unterhaltsamer Abend für die Zuhörer - und die Schüler konnten die Habenseite ihres Geschäftskontos noch etwas aufbessern. elk








