Schaltfläche zum Aktivieren von Google Translate

Suche

Kontakt

Schüler im Gespräch - Impulse 2020 mit Daniel Koschitzki

12.02.2020

 

Mitte Februar 2020 durften wir den virtuosen Blockflötisten Daniel Koschitzki zu einer Impulse-Veranstaltung an unserer Schule einladen. Die Veranstaltungsreihe am ZGB hat im Schuljahr 2014/2015 ihren Anfang genommen. Initiator war der damalige Schulleiter Wolfgang Dietrich, der im Rahmen der Berufsorientierung für unsere Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 und J1 die Chance eröffnen wollte, mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen.

Die Schüler*innen des Musikleistungskurses der J1 führten durch das Programm. Nachdem zwei Schüler*innen die Vita des Musikers vorgestellt hatten, berichtete Herr Koschitzki selbst noch einiges aus seinem Leben. Anschließend gab es eine Fragerunde. Das Publikum hatte danach noch die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen, die Herr Koschitzki alle beantwortete.

Daniel Koschitzki war selbst einmal Schüler unserer Schule gewesen und denkt gerne an seine Zeit am ZGB zurück, da er dort viele Freunde gefunden und auch gute Lehrer hatte.

Er lernte bereits in jungen Jahren die Blockflöte und das Klavierspielen. Seine Eltern unterstützten ihn dabei sehr und forderten ihn auf viel zu üben - unter dem Motto „von nichts kommt nichts“. Er merkte dabei, wie wichtig ihm die Musik ist und dass er diese nicht nur hobbymäßig machen möchte, sondern sie Bestandteil seines Lebens werden sollte. Also studierte er schließlich Klavier und Blockflöte.

Während des Studiums war er Mitglied des Amsterdam Loeki Stardust Quartetts, das auf der ganzen Welt Konzerte gab. Das weltweite Konzertieren war für Herrn Koschitzki das eigentliche Studium und Konzerte sind für ihn stets das Größte. Es sei jedes Mal wie ein Glücksrausch! Doch mit dem Ende des Studiums kam auch das Ende des Quartetts, das sich aufgrund eines Streites trennte.

Er und seine Kollegin Andrea Ritter hatten dennoch weiterhin den Wunsch wieder zurück auf die Bühne zu kommen und so gründeten sie das Quintett „Spark“. Zum Ziel hatten sie sich genommen, moderne Musik tonal und harmonisch zu präsentieren, damit auch die jüngeren Leute angesprochen würden. Zu Beginn war der Erfolg des Quintetts eher schleppend und sie lebten 3 Jahre lang direkt von der Hand in den Mund.

Nach 30 Absagen verschiedener Labels bekamen sie schließlich ein eher schlechtes Angebot zur Aufnahme eines Albums. Dennoch nahmen sie es an. Die Presse reagierte auf das resultierende Album euphorisch und es folgten viele Einladungen zu Konzerten - unter anderem auch eines zusammen mit dem London Symphonic Orchestra. Das Quintett konnte seinen Erfolg kaum fassen, doch waren sie darüber sehr dankbar.

Dennoch gibt es auch Konzertkritiken, die manchmal weniger positiv ausfallen. Herr Koschitzki, der sie sich alle durchliest, erklärt, dass er lügen würde, wenn er sage dies lasse ihn kalt. Bei den Konzerten sei es schließlich sein Innerstes, das er nach außen trage. Doch auch hier sei es am wichtigsten authentisch zu bleiben, selbst wenn man mit seinem Programm einmal nicht mit der Masse schwimme.

Im Verlauf des spannenden Gesprächs zeigte Herr Koschitzki uns auch sein Können auf der Blockflöte. Wir durften von ihm das Stück „Amarilli Mia Bella“ von Jacob van Eyck hören. Dabei konnte man nicht nur sein musikalisches Spielen genießen, sondern  auch sein technisches Können bewundern.

Während der ganzen Veranstaltung wurde klar, dass der Blockflötist seinen Beruf genießt! Doch sei es anders, als man sich das Musikerdasein oft vorstelle, unter anderem auch geordneter und durch die Auftritte an vielen verschiedenen Orten verliere man viel Zeit.

An dieser Stelle gab er noch den Impuls weiter, bei seiner Berufswahl auf das zu achten, was einem Spaß macht, da der Beruf viel Zeit in einem Leben ausmache und man deshalb Spaß an ihm haben sollte.

Hier knüpfte unser Schulleiter Herr Michael Kugel an und gab als Schlusswort den Rat, das Herz als Kompass für den Berufsweg zu nehmen - auch wenn man manchmal auf dem Weg zu seinem Ziel auf die Hilfe anderer angewiesen sei sollte.

Text: Katharina Zürn, J1